(M)ein Idearium der AfD II – Fortschreibung: Warum es uns als AfD mehr denn je geben muss!
Vorbemerkung: Warum eine Fortschreibung meines Ideariums?
Liebe Leserin, lieber Leser,
im August 2025 habe ich erstmals das veröffentlicht, was ich als mein Idearium der AfD bezeichne: eine kommentierte Zusammenschau meiner Beiträge, die zeigen sollte, warum es die AfD gibt und warum es sie geben muss. Seitdem sind gut sieben Monate vergangen – und die Dynamik der politischen Entwicklung hat dieses Idearium nicht etwa erledigt, sondern vielmehr bestätigt und vertieft.
Die Bundestagswahl 2025 liegt hinter uns, eine neue Bundesregierung unter Friedrich Merz hat die Amtsgeschäfte übernommen – und die AfD ist stärker denn je. Das Parteiverbotsverfahren scheint nun vom Tischäuft, die „Brandmauer“ steht zwar noch, aber sie bröckelt. Die Landtagswahlen 2026 werfen ihre Schatten voraus. In der Außenpolitik verschieben sich unter Trump 2.0 die Koordinaten. Iran, MAGA, die Russlandfrage, Europas Souveränität – alles ist in Bewegung.
Die nachfolgenden Beiträge, erschienen auf frank-hansel.de, im FREILICH-Magazin und bei Philosophia Perennis, schreiben dieses Idearium in sieben thematischen Blöcken fort. Sie dokumentieren meine intellektuelle und politische Arbeit, die sich nicht in Tagespolitik erschöpft, sondern auf die Tiefenstruktur unserer politischen Gegenwart zielt.
1. Demokratie unter Druck – Wahlrechtsentzug, Verbotsdebatte, Gesinnungstests
Die Strategie des Machtkartells gegen die AfD hat sich seit dem Sommer 2025 weiter verschärft – und zugleich entlarvt. Was bisher als demokratische Selbstverteidigung inszeniert wurde, zeigt sich immer offener als autoritativer Reflex zur Herrschaftssicherung.
In „Wahlrechtsentzug als Weg der Herrschaftssicherung“ (Januar 2026) analysiere ich, wie unter dem Deckmantel der „wehrhaften Demokratie“ das Wahlrecht selbst zur Disposition gestellt wird – ein historisch beispielloser Vorgang, der die Substanz demokratischer Gleichheit angreift. Der Gesinnungstest „Berlin Monitor 2025“ (Februar 2026) enthüllt, wie unter dem Label „Demokratieforschung“ politische Gesinnung abgefragt und als Handlungsgrundlage für den Kampf gegen rechts instrumentalisiert wird.
Im „Rechtsstaat als Bühne“ (Februar 2026) zeige ich am Beispiel der im Hamburger Thalia-Theater inszenierten AfD-Verbotsdebatte, wie der Rechtsstaat zur Bühne einer politisch motivierten Inszenierung wird: Die Verteidigung operiert in einem Koordinatensystem, das von der Anklage definiert wurde. Und in „Hass und Hetze“: Zur semantischen Delegitimierung oppositioneller Regierungskritik (Februar 2026) analysiere ich, wie das Begriffsfeld „Hass und Hetze“ systematisch zur Delegitimierung jeder substantiellen Oppositionsarbeit eingesetzt wird.
Im FREILICH-Beitrag „Vom Preußenschlag zum Bundeszwang“ (November 2025) spanne ich den historischen Bogen: von der „wehrhaften Demokratie“ als Lehre aus Weimar bis zu ihrer heutigen Verkehrung in ein Instrument oligarchischer Selbstbehauptung. Ergänzend zeigt der Beitrag bei Denken erwünscht „Wie der linke Demokratierettungswahn an sich selbst implodiert“ (November 2025), wie sich das linksliberale Demokratie-Narrativ in seiner eigenen Praxis selbst widerlegt.
Die Beiträge „Der blinde Fleck der Eliten“ (März 2026) und „Die AfD und die Grenzen der Ausgrenzung“ (Dezember 2025) bilanzieren: Der Anti-AfD-Aktivismus scheitert – nicht trotz, sondern wegen seiner Radikalisierung. Die Ausgrenzungsstrategie hat ihre Grenzen erreicht.
2. Die CDU-Frage – Simulation statt Politikwechsel
Die Regierungsübernahme durch Friedrich Merz hat eine zentrale These des Ideariums I bestätigt: Die CDU simuliert den Politikwechsel, ohne ihn zu vollziehen. Die Texte dieses Abschnitts zeigen, wie die Union den realen Wandel blockiert, indem sie ihn rhetorisch vorgibt.
In „Die radikale Mitte“ (März 2026) analysiere ich am Beispiel Baden-Württembergs, wie die Union sich in einer strategischen Selbstblockade befindet: Sie will „Mitte“ sein, ohne die Konsequenzen einer echten Kurskorrektur zu tragen. Der Beitrag „Zum blinden Fleck einer CDU-Parlamentspräsidentin: Cornelia Seibelds Demokratieparadox“ (März 2026) demonstriert an einem konkreten Berliner Fall, wie die CDU ihre eigene demokratische Glaubwürdigkeit untergräbt.
Die Beiträge bei Philosophia Perennis – „Einspruch in Sachen Spahn“ (September 2025), „Berliner CDU unterstützt Gewaltaufrufe gegen Apollo News“ (Oktober 2025) und „Untergang von CDU und SPD in symbiotischer Umklammerung“ (Dezember 2025) – dokumentieren die fortschreitende Erosion der Union als vermeintlich konservative Kraft.
Ein Angriff auf unsere Art zu leben! In meinem Kommentar zum Lanz-Auftritt Daniel Günthers (Januar 2026) zeige ich, wie ein CDU-Ministerpräsident die eigene Partei delegitimiert und die politische Selbstaufgabe als Tugend verklärt.
3. Minderheitsregierungen und neue parlamentarische Realitäten
Mit dem Erstarken der AfD und der Fragmentierung der Parteienlandschaft rückt eine neue parlamentarische Realität ins Zentrum: die Minderheitsregierung. Dieser Themenkomplex war im Idearium I noch nicht präsent, ist aber mittlerweile von zentraler strategischer Bedeutung.
Im FREILICH-Beitrag „Minderheitsregierungen in Europa – und zur Lage in Deutschland“ (November 2025) analysiere ich den europäischen Vergleich: Minderheitsregierungen sind in Skandinavien und andernorts demokratischer Normalzustand. In „Landtagswahlen 2026: Minderheitsregierungen vs. Verliererkoalitionen“ (März 2026) stelle ich die konkrete strategische Frage: Was passiert, wenn die „Brandmauer“ nicht mehr trägt und Verliererkoalitionen die einzige Alternative zur Zusammenarbeit mit der AfD bleiben?
In „Deutschland Mitte-rechts!“ (November 2025) und „AfD und SPD – das Unaussprechliche plötzlich denkbar?“ (Oktober 2025) skizziere ich, wie sich die politischen Koordinaten verschieben – und wie dabei neue parlamentarische Konstellationen denk- und auch wünschbar werden.
4. Energiepolitik – Vom Versagen zur Eskalation
Die Energiepolitik blieb auch nach dem Idearium I ein Kernthema. Die Entwicklungen seit Herbst 2025 – Gasmangellage, infrastrukturelle Anschläge, das Festhalten an der gescheiterten Energiewende auch unter Merz – haben die Dringlichkeit nochmals verschärft.
In „Der deutsche Atomausstieg: ein großer strategischer Fehler!“ (März 2026) fasse ich die Bilanz des irreversiblen Ausstiegs zusammen – auf Basis der Evidenz, die Daniel Gräbers Akte Atomausstieg liefert. Der Beitrag „Wenn das Gas knapp wird – und warum das kein Zufall ist!“ (Februar 2026) zeigt, wie die bewusst riskierte Gasmangellage nicht Ergebnis von Marktversagen, sondern politischer Fehlsteuerung ist.
Im FREILICH-Magazin vertiefen „Klimareligion und Kulturkampf“ (August 2025) und „Vom Berliner Scheitern zum Hamburger Durchmarsch“ (Oktober 2025) die These der ökosozialistischen Zivilreligion. Bei Philosophia Perennis dokumentieren „KLIMA-(G)RAF“ (Januar 2026) und „Linksextremer Anschlag auf Stromversorgung: Wegners Versagen“ (Januar 2026), wie die Berliner Energieinfrastruktur Ziel extremistischer Angriffe wird – und die politische Führung versagt.
Nur die AfD steht auch in dieser Fortschreibung für eine evidenzbasierte Energiepolitik, die auf Versorgungssicherheit, bezahlbare Preise und technologische Vernunft setzt – statt auf ökosozialistische Zivilreligion.
5. Wirtschaft – Standortfrage und ökonomische Souveränität
Die Wirtschaftspolitik wird im Idearium II eigenständig geführt – nicht mehr nur als Unterpunkt der Infrastrukturpolitik, sondern als zentrale Systemfrage.
In „Wer gefährdet hier den Wirtschaftsstandort? Nicht die AfD!“ (Februar 2026) wende ich die Vorwurfslogik um: Nicht die AfD gefährdet den Standort – sondern die politischen Kräfte, die seit Jahren ideologisch motivierte Wirtschaftspolitik betreiben. Der Beitrag „Die AfD, die Brandmauer und „die Wirtschaft““ (November 2025) analysiert, wie die Brandmauer auch wirtschaftspolitisch funktioniert: Der BDI und Teile der organisierten Wirtschaft halten an der Ausgrenzung fest – gegen ihre eigenen Interessen.
In „Das Wirtschafts-ABC der AfD“ (November 2025) stelle ich die wirtschaftspolitischen Kernpositionen der Partei kompakt dar. „Frankreichs Systemkrise und die Euro-Kritik der AfD“ (November 2025) zeigt am französischen Beispiel, warum die Euro-Kritik der AfD keine Randposition ist, sondern eine ökonomische Notwendigkeit.
Hinzu kommt die Berlin-Perspektive: „Berlin verliert internationale Gäste“ (August 2025) dokumentiert, wie die Hauptstadt durch ideologische Stadtpolitik ihre wirtschaftliche Substanz untergräbt.
6. Außenpolitik und Geopolitik – MAGA, Iran, Souveränität
Der geopolitische Block ist gegenüber dem Idearium I erheblich gewachsen. Drei Schwerpunkte kristallisieren sich heraus: die MAGA-Bewegung und Trumps zweite Amtszeit, die Iranfrage, und die europäische Souveränitätsdebatte.
MAGA und die amerikanische Zeitenwende
In „Der Mythos vom Scheitern – warum MAGA innenpolitisch und geopolitisch gerade erst beginnt“ (März 2026) widerspreche ich der europäischen Fehlwahrnehmung, MAGA sei ein vorübergehendes Phänomen. Im FREILICH-Beitrag „Trump lesen, nicht lieben“ (Januar 2026) differenziere ich: Es geht nicht um Bewunderung, sondern um strategisches Verstehen. „God’s Own Country, MAGA und das „alte Europa““ (Januar 2026) und „Trump, MAGA, and the Question of Political Change“ (EN, Januar 2026) vervollständigen den transatlantischen Blick.
Iran und die Frage des Regimewechsels
Ein völlig neuer thematischer Schwerpunkt gegenüber dem Idearium I. In „Kipppunkt erreicht: Das Mullah-Regime muss gehen“ (Januar 2026) argumentiere ich für einen klaren Bruch mit der Appeasement-Politik gegenüber Teheran. Im FREILICH-Beitrag „Der Westen irrt erneut: Regimewechsel im Iran“ (März 2026) und dem englischsprachigen Grundsatzessay „Nation versus Regime: Why Iran Is Not Iraq“ (März 2026) zeige ich, warum die westliche Angst vor einem Regimewechsel in Iran auf einer strukturellen Verwechslung mit dem Irak beruht. Bei Philosophia Perennis flankiert „Persien vs. Afghanistan/Libyen/Irak/Syrien“ (März 2026) diese Analyse mit einem strukturellen Ländervergleich.
Europäische Souveränität und die Russlandfrage
Im FREILICH-Essay „Der Wunsch nach Abkopplung: Souveränitäts-Reflex und strategische Realität“ (März 2026) analysiere ich das Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach europäischer Eigenständigkeit und den Realitäten geostrategischer Abhängigkeit. „Wohin steuern wir? Die innere Front – Europas Kriegsrhetorik“ (September 2025) warnt vor einer europäischen Selbstmilitarisierung, die mehr Inszenierung als strategische Substanz ist.
In „Zur Russlandfrage und die AfD in der innerdeutschen Verständigung“ (November 2025) positioniere ich die AfD in der deutsch-deutschen Russland-Debatte: nicht als „Putin-Versteher“, sondern als realistische Stimme für eine differenzierte Außenpolitik, die den Interessen Deutschlands und seiner Bürger folgt.
Schließlich ein neuer geopolitischer Blick: „Kuba vor der historischen Schwelle der Eigentumsgesellschaft“ (März 2026) analysiert den möglichen Systemwandel auf Kuba aus der Perspektive der Eigentumstheorie von Heinsohn und Steiger – ein weiterer Baustein des geostrategischen Denkens der AfD.
7. Parteiidentität und metapolitisches Selbstverständnis
Der wichtigste Block: Wer ist die AfD – jenseits der Tagespolitik? Die Beiträge dieses Abschnitts bilden den Kern des Ideariums II und führen die Reflexion des Ideariums I auf eine neue Stufe.
In „10 Jahre danach: Auf dem Weg in die Dritte Republik – AfD als radikale Bürgerunion“ (September 2025) fasse ich die Parteientwicklung zum Dezennium zusammen und begründe, warum die AfD als „radikale Bürgerunion“ verstanden werden muss In „Kein Ort. Nirgends. Oder: Die Wiederentdeckung Deutschlands“ (September 2025) reflektiere ich über die kulturelle Ortlosigkeit der bürgerlichen Mitte und den politischen Mut zur Wiederverwurzelung.
Der Beitrag „Sloterdijk gegen Sloterdijk: Der Philosoph, die AfD und die Angst vor der eigenen Wirksamkeit“ (November 2025) setzt sich kritisch-konstruktiv mit dem Philosophen auseinander, der wesentliche Denkmuster der AfD geprägt hat, sich aber vor den politischen Konsequenzen seines eigenen Denkens scheut. In „Zwischen Ideal und Wirklichkeit: Zur inneren Dialektik der AfD“ (Oktober 2025) reflektiere ich die Spannung zwischen Grundsatzposition und parlamentarischer Praxis – eine Dialektik, die die AfD als Bewegungspartei aushalten muss.
Weitere Beiträge vertiefen einzelne Aspekte: „Zur AfD, zur westlichen Wählerpsychologie und metapolitischen Selbstverständnissen“ (Januar 2026), „Alexander Gauland und die AfD: eine Erwiderung auf den SPIEGEL“ (Januar 2026), „Was DER SPIEGEL am Phänomen „Migranten und AfD“ nicht versteht“ (Dezember 2025), „Vive la différence: Merz will CDU-Parteibüros – die AfD bewegt Menschen“ (Oktober 2025) und „35 Jahre Deutsche Einheit – AfD als Resonanzboden der doppelten Statuskrise“ (Oktober 2025).
Die Beiträge bei Philosophia Perennis – „Strukturwandel der Öffentlichkeit und die AfD“ (Februar 2026), „AfD als Prüfstein einer Demokratiesimulation“ (August 2025), „Bürgerliche Dissidenz? Replik auf Maaßen, Krall u.a.“ (September 2025) und „NRW-Wahl: SPD-Hochburgen fallen an AfD“ (September 2025) – flankieren diese Grundsatzreflexion mit tagesaktuellen Einordnungen.
Warum Sie auch das alles lesen sollten
Im Idearium I schrieb ich: „Diese Texte sind mehr als ein Archiv von Positionen.“ Das gilt für die Fortschreibung umso mehr. Die Beiträge des Ideariums II sind entstanden in einer Phase, in der sich die Verhältnisse weiter zugespitzt haben: Die Bundesregierung unter Merz schreibt die Fehler der Ampel fort. Dass die Kartellparteien des Linksblocks immer noch glauben, ein Parteiverbotsverfahren gegen die AfD durchdrücken zu müssen, zeigt den autoritativen Charakter der demokratsichen Erschöpfung dieser Parteien. Die geopolitischen Umwälzungen unter Trump 2.0 fordern Europas strategische Selbstverortung heraus.
All das verdichtet sich zu einer zentralen Erkenntnis: Die AfD ist nicht nur eine Reaktion auf Fehlentwicklungen – sie ist der politische Ausdruck einer tieferliegenden Transformationskrise, die ich in meinem angedachten Buchprojekt „Nach dem Interregnun - Vom Ende der politischen Simulation und der Rückkehr des Bürgers“ systematisch entfalte. Das Idearium II gibt einen Vorgeschmack auf dieses Projekt.
Ich freue mich, wenn Sie sich auf diese Lektüre der jeweils verlinkten Beiträge einlassen. Für kritische Hinweise bin ich dankbar.
Herzlich,
Frank-Christian Hansel