The debate surrounding Donald Trump and the MAGA phenomenon is often misread as a question of loyalty or rejection. In reality, it is about something else entirely: how political change becomes possible under conditions of entrenched cultural and institutional domination.Across the Atlantic, different political systems face the same structural adversary.A Common Conflict, Not a Common ModelMAGA is not a universal sovereignty movement. It is a distinctly American political instrument, bound to U.S. national interests. It cannot and should not be copied elsewhere. But this does not mean that the conflict it emerged from is uniquely American.On the contrary: the cultural constellation that produced MAGA—progressive dominance in media, universities, NGOs, bureaucracies, and moral discourse—is …
Der jüngste Vorstoß Donald Trumps in der Grönland-Frage hat in Europa reflexhafte Empörung ausgelöst. Von „imperialen Fantasien“ war die Rede, von „Geschichtsrevisionismus“ und „Gefährdung der internationalen Ordnung“. Diese Reaktionen sind verständlich – analytisch aber unzureichend. Sie verfehlen den eigentlichen Kern der Angelegenheit und verdecken eine unbequeme Wahrheit: Trumps Grönland-Position ist weniger Ausdruck persönlicher Exzentrik als Symptom einer tieferliegenden Verschiebung im westlichen Machtgefüge.Wer sie verstehen will, muss sich von moralischer Erregung lösen und zur nüchternen Analyse zurückkehren.Der Westen als RisikogemeinschaftDer Westen war und ist keine Wertegemeinschaft im seminaristischen Sinn, sondern historisch eine Risikogemeinschaft freier Nationen. Seine in…
„„God’s own country“ – dieser Ausdruck steht seit Generationen für das amerikanische Selbstbild: ein Land mit besonderem Auftrag, getragen von Glauben, Macht und der Überzeugung, Geschichte gestalten zu dürfen. Lange war dieser Anspruch mit der Idee verbunden, Freiheit und Demokratie zu exportieren. Heute tritt an diese Stelle etwas anderes: Durchsetzung. Nicht als Ausnahme, sondern als Prinzip.Was sich in den Vereinigten Staaten seit Jahren herausbildet, ist weniger ein ideologischer Rechtsruck als eine Verschiebung des Machtverständnisses. Staat, Technik, Kapital und kulturelle Deutung rücken enger zusammen. Politik wird nicht mehr primär als Verfahren verstanden, sondern als Operation. Geschwindigkeit ersetzt Vermittlung, Entscheidung ersetzt Aushandlung.Die Vereinigten Staaten sind dab…
Es gibt Momente in der Geschichte, in denen Analyse in Verantwortung umschlägt. In denen Abwarten nicht mehr Nüchternheit ist, sondern Beihilfe. Der Iran hat einen solchen Moment erreicht. Der Kipppunkt ist überschritten.Ein Regime, das sich ausschließlich noch durch nackte Gewalt an der Macht hält, regiert nicht mehr. Es exekutiert. Es organisiert keine Ordnung mehr, sondern verlängert sein eigenes Ende. Wer in dieser Lage noch von „Stabilität“, „Zurückhaltung“ oder „inneriranischen Prozessen“ spricht, verteidigt nicht den Frieden – er verteidigt die Gewalt.Die Islamische Republik existiert heute nur noch als Repressionsapparat. Ihre ökonomische Steuerungsfähigkeit ist erodiert, ihre politische Legitimation aufgebraucht, ihre ideologische Bindekraft zerstört. Was bleibt, ist das Gewaltmon…
Der Trumpismus wird häufig als innenpolitische Entgleisung gelesen: als autoritäre Versuchung, als populistische Regression oder als normativer Bruch mit der liberalen Demokratie. Diese Perspektive verengt den Blick. Sie unterschätzt, dass der Trumpismus weniger eine innenpolitische Abweichung darstellt als eine Antwort auf eine tiefgreifende Verschiebung der globalen Ordnung. Trump ist nicht primär das Symptom einer defekten Demokratie, sondern die Gestalt einer Welt, in der geopolitische Konkurrenz, geoökonomische Machtinstrumente und imperiale Einflusszonen zurückkehren.Die spätliberale Ordnung war getragen von der Annahme, dass Politik durch Regeln, Verfahren und multilaterale Institutionen domestiziert werden könne. Diese Ordnung ist nicht kollabiert, aber sie ist erschöpft, wenn sie …
Es gibt politische Themen, die nicht deshalb schwierig sind, weil sie kompliziert wären, sondern weil sie tief reichen. Die Russlandfrage ist ein solches Thema. Und ich sage ganz bewusst: Es geht dabei nicht um Putin. Es geht nicht um Sympathien oder Antipathien. Es geht um uns. Um die Frage, wer wir als Land in der Mitte Europas sind und sein wollen.Denn die Haltung zu Russland ist keine außenpolitische Randnotiz. Sie zeigt wie ein Seismograph, wie unterschiedlich Deutschland in Ost und West bis heute geprägt sind – und wie wenig wir bisher getan haben, diese Unterschiede wirklich zu verstehen oder auch uns teilweise wechselseitig überhaut – sozialisationsbedingt- verstehen zu können.Ich sage das ausdrücklich als jemand, der in Westdeutschland aufgewachsen ist und seit vier Jahrzehnten in…
Europas verlorenes FormatEuropa war nach der Renaissance und verstärkt durch die Aufklärung Avantgarde der Welt. Eigentumstitel und die Logik des Begriffspaars Kredit und Investition bildeten jene revolutionäre Dynamik, die den Kontinent von Florenz über Amsterdam bis Manchester zur Wiege der Moderne machte. Gunnar Heinsohn hat sie präzise gefasst: „Eigentum schafft Kredit, Kredit ermöglicht Investition, Investition treibt Innovation.“Doch heute ist Europa erschlafft. Eigentum wird durch Regulierung, Enteignungsdebatten und Schuldenpolitik ausgehöhlt. Kreditmärkte nähren “Brot-iund-Spiele”-Konsum, nicht produktive Innovation. Universitäten senken Standards, Disziplin wird durch passiven Komfort ersetzt.Peter Sloterdijk hat dieses Phänomen als „Übungsdefizit“ beschrieben, als Abkehr von de…
Deutschland hat 2024 eine Rekordsumme von 11,8 Milliarden Euro für internationale Klimafinanzierung bereitgestellt – davon 6,1 Milliarden Euro direkt aus dem Bundeshaushalt. Während hierzulande Bürger und Unternehmen mit Rekordsteuern, explodierenden Energiepreisen, maroder Infrastruktur und einem stagnierenden Wirtschaftswachstum zu kämpfen haben, werden Milliarden an Steuergeldern in alle Welt verteilt. Mit stolzgeschwellter Brust erklärt die Bundesregierung, Deutschland stehe „an der Seite des Globalen Südens“ und erfülle „internationale Versprechen“. Doch bei nüchterner Betrachtung zeigt sich: Das ist weniger verantwortungsvolle Politik als vielmehr ein gefährlicher Größenwahn, der das eigene Land schwächt.Die Bundesregierung verkauft diese Zahlungen als Beitrag zu einer „globalen Vera…
Zur Lage: Die neue Weltordnung als Handelskrieg
Die Globalisierung alter Prägung ist am Ende. An ihre Stelle tritt keine friedlich-multipolare Koexistenz, sondern eine neue tektonische Konstellation: die geoökonomische Zeitenwende. Die Mechanismen des globalen Handels, einst als Mittel zur Befriedung gefeiert, werden zunehmend selbst zu Instrumenten der Machtprojektion. Edward Luttwak prägte dafür den Begriff der "Geoökonomie" als Fortsetzung von Geopolitik mit den Mitteln der Wirtschaft.
Diese Entwicklung stellt die klassische Vorstellung von Souveränität in Frage. In einer Welt, in der nicht mehr Armeen, sondern Exportbeschränkungen, Datennetze und Subventionen über Macht entscheiden, muss auch die Theorie der Souveränität neu gefasst werden. Carl Schmitts Begriff des "Ausnahmezust…
In der Debatte um Gaza und Israel Anfang Juni 2025 im Deutschen Bundestag hat die AfD mit drei markanten Reden zu Israel und dem Nahostkonflikt ein kohärentes, mehrdimensionales Narrativ vorgelegt, das sich von bloßer Symbolpolitik wie auch von opportunistischen Schuldzuweisungen abhebt. Die Reden von Alexander Gauland, Beatrix von Storch und Torben Braga können, auch wenn sie durchaus unterschiedliche Positionen markieren, als ein strategisches Dreieck aus historischer Verantwortung, ethischer Klarheit und souveränistischem Realismus gelesen werden.
Alexander Gauland: Die Stimme der politischen Reife
Alexander Gauland setzt den Ton mit einer Rede, die historische Tiefenschärfe mit einer klaren Gegenwartsdiagnose verbindet. Er erinnert an Helmut Schmidts Entscheidung im Deutschen Her…
Manchmal braucht es nur einen nüchternen Blick auf das Weltgeschehen, um zu erkennen, wie provinziell der eigene Horizont geworden ist. Während China mit strategischer Kälte und rationaler Klarheit seinen Einfluss bis in die Hinterhöfe der USA ausweitet, während ein Donald Trump – bei allem Lärm – nüchtern für amerikanische Interessen wirtschaftlich punktet, schickt Deutschland seine besten Leute auf die Weltbühne.
Also „beste Leute“ im Sinne von: Ursula von der Leyen, Annalena Baerbock und ein Heer an Klimaethikern mit ausgeprägtem Empörungsreflex und null Verständnis für Geoökonomie. Wir betreiben eine Politik, die glaubt, Haltung sei ein Ersatz für Handlung. Diplomatie wird zur moralischen Belehrung, Außenwirtschaft zur Selbstsabotage.
China: Strategische Brillanz und globales Den…
Mit 10,9 % hat die AfD in Niedersachsen ein zweistelliges Ergebnis erzielt und somit den bisherigen Abwärtstrend sichtbar umkehren können. Die FDP hat - verdientermaßen - mit 4,7% Stimmenanteil den Einzug in den Landtag verpasst, wobei auch die CDU 5,5 % verlor. Die starken Zugewinne der AfD spiegeln in etwa die Verluste unserer beiden bürgerlichen Konkurrenten wider. Tatsächlich gewann die AfD von CDU und FDP jeweils 40.000 Wählerstimmen. Auch die frühere Partei der „kleinen Leute“, die SPD, verlor an uns 25.000 Stimmen. Aus dem Bereich der Nichtwähler und der „Sonstigen“ waren es 25.000 bzw. 10.000. Wir konnten als AfD aus allen Schichten hinzugewinnen.
Christian Lindner hat am Tag danach zutreffend das Erscheinungsbild seiner Partei in der „Ampel“ für das Abschneiden der FDP vera…
Mein BREXIT-Statement im live-Interview mit Russia Today International
1. Gratulation an die Briten für ihre demokratische Volksabstimmung, die wir auch gerne hätten.
2. Es gibt kein "Ende der Geschichte" (Fukuyama). Die Geschichte geht weiter und "das Volk" zählt: People matter! Jeder Einzelne macht den Unterschied!
3. EU ist nicht Europa!
4. Der € spaltet Europa noch immer!
5. Europa vor einem Reset und Neustart. Keinesfalls die Briten jetzt bestrafen!
6. Auch kleinere Einheiten (Schweiz) können bestehen. Bürokratische Größe ist nicht alles!
7. Kein Weiter so oder eine vertikale Vertiefung im Sinne einer Transfer- und Sozialunion! Das Gegenteil steht an! (Mit kleinem Seitenhieb auf Gabriel und die Sozen, die wohl verstanden haben, dass wir als AfD deren größte He…