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CO₂ ist kein Gift! Kohlendioxid ist Grundlage des Lebens

Frank-Christian Hansel
Kaum ein Molekül ist politisch so aufgeladen wie Kohlendioxid. In der öffentlichen Debatte erscheint CO₂ fast nur noch als Schadstoff, als Klimagift, als unsichtbarer Feind, der angeblich die Zukunft des Planeten bedroht. Diese Verengung ist wissenschaftlich, historisch und politisch problematisch. Denn CO₂ ist nicht der Gegenspieler des Lebens. Es ist eine seiner Voraussetzungen.Ohne Kohlendioxid gäbe es keine Photosynthese. Ohne Photosynthese gäbe es keine grüne Pflanzenwelt. Ohne Pflanzen keine Nahrungsketten, keine Wälder, keine Landwirtschaft, keinen Sauerstoffkreislauf in der heute bekannten Form. Pflanzen nehmen CO₂ aus der Luft auf, nutzen Sonnenlicht und Wasser und bauen daraus Zucker, Biomasse und damit Leben auf. Wer CO₂ nur als Schadstoff beschreibt, blendet diesen elementaren …

Anfang und Ende der Klima-Apokalyptik - Wie viel, wie schnell, zu welchem Preis — die Klimafrage zwischen Endzeitlehre und nüchterner Politik in acht Schritten

In memoriam Gunnar Heinsohn (1943–2023) — dessen Schrift »Anfang und Ende des Klimawahns« (1996) diesem Essay Titel und Richtung wies.Vorbemerkung: Heinsohns frühe Diagnose und ihre BestätigungGunnar Heinsohn hat als einer der ersten — lange vor jeder CMIP7-Korrektur, lange vor dem öffentlichen Wendepunkt im New York Times Magazine, lange vor der Tonverschiebung der seriösen Presse — die kulturelle und politische Struktur dessen benannt, was später als unhinterfragbares Staatsziel galt. In Anfang und Ende des Klimawahns las er die Klimadebatte nicht als reine Naturwissenschaft, sondern als säkularisierte Endzeitlehre mit naturwissenschaftlichem Vokabular: ein moralisches Drama, das aus einem planetarischen Sonderfall — der Venus — ein irdisches Menetekel machte, aus einem Gas ein Erbsünden…

Sigmar Gabriels verspäteter Realismus – und die Heuchelei seiner AfD-Schelte

Frank-Christian Hansel
Im Podcast von Paul Ronzheimer hat Sigmar Gabriel ausgesprochen, was in Deutschland jahrelang politisch als anrüchig galt: Europa muss wieder direkt mit Wladimir Putin verhandeln. Als mögliche Unterhändler nannte der frühere Außenminister zwei Namen, den finnischen Präsidenten Alexander Stubb und Angela Merkel. Schon der Satz dahinter ist bemerkenswert – „Russland wird Teil Europas bleiben" –, denn so etwas hätte ein SPD-Politiker vor zwei Jahren kaum riskiert.Interessant wird die Intervention allerdings erst durch ihren offenen Widerspruch. Gabriel fordert nämlich im Kern nichts anderes als das, was die AfD seit langem fordert: eine eigene europäische Friedensinitiative, statt sich auf Waffenlieferungen, Sanktionsrhetorik und moralische Feindmarkierung zu beschränken. Genau diese Position…
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