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Der Charme der neuen transatlantischen rechten Achse: Bukele, Milei, Kast und jetzt De la Espriella

Frank-Christian Hansel
Zuerst El Salvador in Mittelamerika, dann Argentinien und Chile im Süden, jetzt Kolumbien im Norden Lateinamerikas – und auf der anderen Seite des Atlantiks Italien und Spanien: Überall treten Akteure hervor, die aus unterschiedlichen Traditionen stammen und dennoch fast die gleiche Sprache sprechen.Javier Milei spricht von Freiheit und der notwendigen batalla cultural, José Antonio Kast von Ordnung, Familie und nationaler Selbstbehauptung; Nayib Bukele führt vor, dass ein Staat verlorene territoriale Autorität zurückgewinnen kann; Giorgia Meloni beweist, dass sich mit Nation, Familie und westlicher Identität regieren lässt; Santiago Abascal bündelt diese Ideen organisatorisch im spanischen Sprachraum.Mit dem politischen Durchbruch Abelardo de la Espriellas in Kolumbien tritt ein weiterer …

Die AfD und ihre unfreiwilligen Wahlkampfhelfer. Zur medialen Aufmerksamkeitsökonomie

Frank-Christian Hansel
Es gibt Titelbilder, die einen Politiker beschädigen sollen – und solche, die genau das Gegenteil bewirken. Das Spiegel-Cover, das Ulrich Siegmund im Stil eines Fahndungsfotos zum „gefährlichsten Mann Deutschlands" erklärte, gehört in die zweite Kategorie. Siegmund signierte das Heft im Dutzend auf seinen Veranstaltungen, andere AfD-Politiker montierten ihre eigenen Gesichter auf das Motiv und verbreiteten es hundertfach über die sozialen Netzwerke. Selbst t-online nennt das eine vorhersehbare Steilvorlage und die Schlagzeile überzogen.Der Spiegel wollte einen Warnhinweis drucken und lieferte ein Wahlkampfplakat. Das war kein Betriebsunfall, sondern ist der sichtbare Ausdruck des Strukturwandels, den ich vor zehn Jahren im Kontext der Entwicklung der AfD in seinen Grundzügen beschrieben ha…

Der Staat soll kühlen, nicht konstitutionalisieren! Warum der SPD-Vorstoß, Klimaanpassung ins Grundgesetz zu schreiben, abzulehnen ist – und wie wirksamer Hitzeschutz stattdessen aussähe

Frank-Christian Hansel
Deutschland braucht Schutz vor extremer Hitze. Es braucht kühlbare Pflegeheime, klimatisierte Krankenhausstationen, verschattete Straßenräume, Trinkwasser und funktionierende Warnsysteme. Was es nicht braucht, ist ein Grundgesetz, das zum klimapolitischen Pflichtenheft umgebaut wird.Fünf SPD-geführte Bundesministerien haben aus dem Hitzesommer 2026 den Schluss gezogen, den man von dieser Regierung erwarten durfte: Sie fordern einen nationalen Hitzeaktionsplan und, weit darüber hinaus, eine neue Gemeinschaftsaufgabe „Klimaanpassung und Naturschutz“ im Grundgesetz. Getragen wird der Vorstoß nicht von einem Fachressort am Rand, sondern von Umweltminister Carsten Schneider und, was politisch schwerer wiegt, vom Finanzministerium des Vizekanzlers Lars Klingbeil.Man muss diesen Vorstoß mit harte…
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