Der Text hier jetzt auch als Audiodatei: Audio 2026-10-26 Spanien PP Vox und CDU in D.mpegAm heutigen Montag, dem 26. Oktober 2026, wurde in Spanien das Ende einer Fiktion besiegelt: Dass zwei Parteien rechts der Mitte einander bekämpfen müssen, damit am Ende die Linke regiert. Spanien hat etwas getan, worüber Deutschland seit zehn Jahren wie über ein Naturgesetz redet: Es hat die Frage, von wem die Stimmen für eine Mehrheit kommen, der Frage untergeordnet, wofür diese Mehrheit gebraucht wird.Was in Madrid vereinbart wurdePartido Popular (PP) und VOX haben ihre Wahllisten zur zweiten Kammer, dem Senat, wechselseitig miteinander abgestimmt. Der Senat strkturell eine Art Bundesrat, hat aber weniger Kompetenzen: Gesetze kann er nur verzögern, nicht verhindern, denn der Abgeordnetenkongress ka…
Der Strom kommt aus der Steckdose. Das Geld kommt aus dem Automaten. Die Lebensmittel kommen aus dem Supermarkt, die Rente vom Amt, die Wohnung vom Vermieter. Das Wasser fließt, die Heizung läuft, der Notarzt kommt. Nichts davon muss man verstehen, um es zu benutzen. Man wird hineingeboren, und es ist da.Das ist die größte Leistung der modernen Wohlstandsgesellschaft – und ihre gefährlichste Schwäche. Denn was immer da war, hält man für selbstverständlich. Was selbstverständlich ist, hält man für verfügbar. Was verfügbar ist, muss nur noch gerecht verteilt werden. Und was nicht allen gleichermaßen zufließt, ist ein Skandal.In dieser kurzen Kette steckt ein ganzes politisches Weltbild. Es ist das Weltbild einer Generation, die eine fertige Welt vorfindet und in ihr vor allem die Lücken sieh…
Liebe Junge Union,Euer Vorsitzender Johannes Winkel hat Ende September einen Satz gesagt, der der CDU nicht geschmeckt hat: „Parteien, die sich nicht verändern, sterben.“ Es gebe keine Ewigkeitsgarantie für die Volksparteien im Grundgesetz. Der Satz stimmt, ist nur noch nicht zu Ende gedacht. Denn die Frage, in welche Richtung sich die Union verändern muss, wenn sie überleben will, beantwortete er nicht. Mein Beitrag beantwortet sie, offen und ohne übliche Rücksichten, weil die Jugend einer Partei die einzige Truppe ist, die ein Interesse an der Zukunft hat, das über die nächste Legislatur hinausreicht. Wer heute in der Jungen Union ist, möchte in zehn Jahren regieren. Ob das möglich sein wird, entscheidet sich nicht in zehn oder zwanzig Jahren, sondern jetzt.Die Lage ist bekannt. Im Septe…