Zehn Forderungen – und die politische Mitverantwortung der Berliner Wirtschaft. Warum die Wirtschaftsverbände um die tatsächliche Durchsetzbarkeit ihrer eigenen Interessen ringen sollten
Frank-Christian Hansel —
Nun haben sich also mehr als zwanzig Berliner Wirtschaftsverbände und Kammern zu Wort gemeldet. Pünktlich zum Beginn der Koalitionsverhandlungen zwischen Linken, Grünen und SPD präsentieren sie unter der Überschrift „10 Zusagen für Berlin“ einen Forderungskatalog, der sich in weiten Teilen wie eine wirtschaftspolitische Gegenrede zum Programm der möglichen Linksregierung liest.Und das Bemerkenswerte ist: Alle zehn Forderungen sind grundsätzlich zu begrüßen.Wachstum statt zusätzlicher Belastungen, Eigentumsschutz statt Vergesellschaftung, Bürokratieabbau, schnellere Genehmigungen, mehr Wohnungsbau, die Abschaffung der Ausbildungsplatzabgabe, leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur einschließlich des BER, sichere und bezahlbare Energie, Innovationsförderung, eine klare Perspektive für die EXPO…

