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Glauben und Wissen. Die Klimaapokalyptik als Zivilreligion – und der Verrat einer vatikanischen Titelseite

Frank-Christian Hansel
Am 16. Juni gab der Osservatore Romano seine Titelseite einer UNICEF-Warnung. Wer genau hinsieht, erkennt einen theologischen Vorgang – und einen Verrat.Eine Titelseite und ihr VerratAm 16. Juni 2026 widmete der Osservatore Romano, das Blatt des Heiligen Stuhls, seine erste Seite einem Bericht des Kinderhilfswerks UNICEF: „Il cielo sopra i bambini“, der Himmel über den Kindern. Die Hälfte aller Kinder der Welt, so die Botschaft, sei „täglich bedroht“ durch extreme Klimaereignisse; das Heilmittel folge der bekannten Liturgie – Emissionssenkung, Fossilausstieg, „gerechter Übergang“ zu den Erneuerbaren.Der Widerspruch ließ nicht auf sich warten; ein amerikanischer Kommentator, Frits Byron Soepyan, warf dem Blatt Panikmache vor und hielt ihm Daten entgegen, auf die ich noch komme. Doch sein sc…

CO₂ ist kein Gift! Kohlendioxid ist Grundlage des Lebens

Frank-Christian Hansel
Kaum ein Molekül ist politisch so aufgeladen wie Kohlendioxid. In der öffentlichen Debatte erscheint CO₂ fast nur noch als Schadstoff, als Klimagift, als unsichtbarer Feind, der angeblich die Zukunft des Planeten bedroht. Diese Verengung ist wissenschaftlich, historisch und politisch problematisch. Denn CO₂ ist nicht der Gegenspieler des Lebens. Es ist eine seiner Voraussetzungen.Ohne Kohlendioxid gäbe es keine Photosynthese. Ohne Photosynthese gäbe es keine grüne Pflanzenwelt. Ohne Pflanzen keine Nahrungsketten, keine Wälder, keine Landwirtschaft, keinen Sauerstoffkreislauf in der heute bekannten Form. Pflanzen nehmen CO₂ aus der Luft auf, nutzen Sonnenlicht und Wasser und bauen daraus Zucker, Biomasse und damit Leben auf. Wer CO₂ nur als Schadstoff beschreibt, blendet diesen elementaren …

Anfang und Ende der Klima-Apokalyptik - Wie viel, wie schnell, zu welchem Preis — die Klimafrage zwischen Endzeitlehre und nüchterner Politik in acht Schritten

In memoriam Gunnar Heinsohn (1943–2023) — dessen Schrift »Anfang und Ende des Klimawahns« (1996) diesem Essay Titel und Richtung wies.Vorbemerkung: Heinsohns frühe Diagnose und ihre BestätigungGunnar Heinsohn hat als einer der ersten — lange vor jeder CMIP7-Korrektur, lange vor dem öffentlichen Wendepunkt im New York Times Magazine, lange vor der Tonverschiebung der seriösen Presse — die kulturelle und politische Struktur dessen benannt, was später als unhinterfragbares Staatsziel galt. In Anfang und Ende des Klimawahns las er die Klimadebatte nicht als reine Naturwissenschaft, sondern als säkularisierte Endzeitlehre mit naturwissenschaftlichem Vokabular: ein moralisches Drama, das aus einem planetarischen Sonderfall — der Venus — ein irdisches Menetekel machte, aus einem Gas ein Erbsünden…
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