Wenn das Gas knapp wird – und warum das kein Zufall ist!
Viele Menschen spüren derzeit, dass „etwas nicht stimmt“: Die Energiepreise bleiben hoch, es wird zum Sparen aufgerufen, und zugleich heißt es offiziell immer noch, die Versorgung sei gesichert. Doch ein Blick auf die Realität zeigt: Deutschland steuert auf eine politisch in Kauf genommene ernste Gasknappheit zu – nicht plötzlich, nicht überraschend, sondern als Ergebnis politischer Fehlentscheidungen im Kontext der Energiewende der vergangenen Jahre.
Gas ist das Rückgrat unseres Energiesystems
Erdgas ist in Deutschland weit mehr als nur ein Heizstoff. Es erfüllt drei zentrale Funktionen gleichzeitig:
Wärme für Millionen Haushalte
Rohstoff für große Teile der Industrie (Chemie, Düngemittel, Glas, Stahl)
Stromreserve, wenn Wind und Sonne nicht liefern
Genau diese Dreifachrolle macht Gas so kritisch. Wenn Gas knapp wird, betrifft das nicht nur einzelne Verbraucher, sondern das gesamte Energiesystem.
Die Speicher sind fast leer – und das ist gefährlich
Gasspeicher sind vergleichbar mit Vorratskammern. Sie sollen Zeiten mit hohem Verbrauch oder gestörtem Nachschub überbrücken. Doch diese Vorräte sind inzwischen auf ein historisch niedriges Niveau gefallen. In einigen Regionen – besonders in Ostdeutschland – sind die Speicher bereits so weit geleert, dass ihre technische Funktionsfähigkeit selbst zum Risiko wird.
Dabei geht es nicht nur um die Menge. Je leerer ein Speicher wird, desto geringer ist der Druck, mit dem Gas entnommen werden kann. Irgendwann hilft es nichts mehr, dass „theoretisch noch Gas da ist“ – praktisch kommt es dann nicht mehr zuverlässig im Netz an.
LNG ersetzt keine Vorsorge
Politisch wird gern darauf verwiesen, dass Deutschland inzwischen Flüssiggas (LNG) importieren kann. Das klingt nach Sicherheit, ist aber trügerisch. LNG ist kein Vorrat, sondern laufender Nachschub. Es kommt nur, wenn Schiffe verfügbar sind, Häfen anlaufen können, Preise stimmen und keine Wetter- oder Eisprobleme den Transport behindern.
Genau das aber sehen wir aktuell: LNG-Lieferungen stocken, Terminals laufen unter ihren Möglichkeiten, einzelne Anlandungen scheitern schlicht an Eis und Infrastrukturgrenzen. LNG kann helfen – aber es ersetzt keine gefüllten Speicher.
Die Energiewende hat das System verwundbar gemacht
Das Grundproblem liegt tiefer. Deutschland hat im Rahmen der Energiewende funktionierende, steuerbare Energiequellen systematisch zurückgefahren: Die Kernkraft wurde unverantwortlicherweise vollständig abgeschaltet, Kohlekraft - bei Sprengung modernster Anlagen - stark reduziert, gleichzeitig wurde massiv auf nicht grundlastfähige Wind und Sonne gesetzt. Wind und Solar können zwar ergänzend beitragen, aber sie liefern nicht zuverlässig. Wenn es kalt, windstill und wolkenverhangen ist (Stichwort: “Dunkelflaute”), fällt ihre Leistung drastisch ab. Genau dann muss Gas einspringen, vor allem für die Stromerzeugung. So ist ein paradoxer Zustand entstanden:
Strom und Gas hängen untrennbar zusammen
Wenn Gas fehlt, fehlt nicht nur Wärme. Dann fehlt auch Strom. Gaskraftwerke sind die einzigen großen Kraftwerke, die schnell regelbar sind und bei Dunkelflaute einspringen können. Fallen sie aus oder müssen gedrosselt werden, wird das Stromsystem instabil.
Stromimporte helfen nur begrenzt. Die Leitungen haben Kapazitätsgrenzen, und auch die Nachbarländer haben im Winter einen hohen Eigenbedarf. Ein unbegrenztes „Zukaufen“ von Strom ist physikalisch unmöglich.
Warum auch Haushalte betroffen sein können
Offiziell gelten Privathaushalte als geschützt. Doch das gilt nur bei geordneter Knappheit. Sinkt der Gasdruck zu stark, können Heizungen automatisch abschalten – aus Sicherheitsgründen. Dann bleibt es kalt, bis ein Techniker die Anlage wieder freigibt. In Großstädten mit Zentralheizungen kann das Tage dauern. Es braucht dafür keine politische Abschaltanordnung – die Technik erledigt das selbst.
Das eigentliche Problem ist fehlende Ehrlichkeit
Am beunruhigendsten ist nicht einmal die Knappheit selbst, sondern der Umgang damit. Statt offen über Risiken, Notfallpläne und mögliche Einschränkungen zu sprechen, wird beschwichtigt. Dabei sind die Daten öffentlich, die Lage ist nachvollziehbar, und viele Fachleute warnen seit Wochen.
Energiekrisen lassen sich nicht „wegkommunizieren“. Sie lassen sich nur vorbereitet managen – oder ungeordnet erleben.
Keine Naturkatastrophe, sondern Politikversagen
Die aktuelle Gasproblematik ist kein Schicksal, kein Zufall und kein plötzliches Unglück. Sie ist das Ergebnis einer ideologisch überzogenen Energiewende, die Versorgungssicherheit unterschätzt, Speicher und Reserven entwertet und statt Vorsorge auf Hoffnung gesetzt hat.
Jetzt geht es darum, diese Realität anzuerkennen: Wenn Knappheit unvermeidbar wird, muss sie offen benannt, planbar organisiert und fair verteilt werden. Alles andere macht die Lage nur schlimmer.
Die Wähler sollten wissen und am Wahltag auch erinnern, dass der Zustand, dass es überhaupt zu einer selbstverschuldeten Knappheitskrise kommt, durch politische Fehlentscheidungen im Zusammenhang mit der Fixierung auf die “Energiewende” verursacht ist, die mit ihrer dogmatisch einseitigen Fixierung auf Wind und Sonne die Ursache dafür liefert, dass preiswerte Energieversorgungssicherheit nicht gewährleistet werden kann. Bisher ist die AfD die einzige Partei in Deutschland, die das Ende der Energiewende fordert, was in den USA bereits umgesetzt wird.