Mein Plädoyer für die Offenhaltung von #TXL und die Einsetzung eines parlamentarischen Sonderausschusses für ein zukunftsfähiges Flughafensystem für die Metropolregion Berlin-Brandenburg

In der ersten Sitzung nach der Sommerpause und letzten des Abgeordnetenhauses vor dem Volksentscheid in Sachen Flughafen Tegel habe ich in der Aktuellen Stunde nochmals klargemacht, warum und dass dieses wertvolle Asset Berlin nicht weggenommen werden darf.

 

Und hier die Widerrede zur Regierungs(bankrott)erklärug des Ignorierenden Bürgermeisters Michael Müller:

 

Die AfD-Fraktion intensiviert daher ihre PRO-TEGEL-Kampagne in der Stadt – bei en Bürgern. Wir lassen nicht locker! BERLIN braucht #Tegel!

Zur Eindeutigkeit bei der Stimmabgabe zum Volksentscheid und deren Wirksamkeit auch dieses Erklärvideo in Sachen Briefwahl.

 

 

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Warum allein und nur die #AfD die deutsche Politik ändern kann, auch wenn man sie nicht liebt!

Aufgrund der anstehenden Bundestagswahl übernehme ich hier die sich voll mit meiner Einschätzung zur Lage deckende Analyse von Jürgen Fritz:

„…. 1. Merkel kann nur aus der eigenen Partei heraus gestürzt werden. Denn die Union liegt viel zu weit vor der SPD, als dass Merkel über einen SPD-Kanzler abgelöst werden könnte. 2. Merkels Position innerhalb der CDU ist aber enorm stark. Derzeit ist niemand in Sicht, der es wagen würde, Merkel ernsthaft zu attackieren. Das würde niemand in der CDU überleben, nicht einmal Wolfgang Schäuble. Der alte Fuchs ist aber viel zu schlau, so etwas überhaupt zu probieren, solange es aussichtslos ist. Außerdem ist er von seiner Persönlichkeitsstruktur her in höchstem Maße loyal, durch und durch ein Parteisoldat, kein Umstürzler.

Alle anderen innerhalb der CDU sind aber viel zu schwach, um Merkel auch nur in Gefahr bringen zu können. Dafür hat die Parteivorsitzende seit mindestens zwölf Jahren gesorgt, dass niemand mehr da ist, der ihr gefährlich werden könnte. Ja ein Großteil ihrer Politik war genau darauf abgestellt: auf die eigene Machtsicherung und den Machtausbau innerhalb der CDU, der Schlüsselpartei Deutschlands. Was kann also getan werden?

Merkel hat einen großen Schwachpunkt: Durch ihre nahezu vollständige Sozialdemokratisierung der CDU gelang es ihr zwar, die SPD deutlich unter 25 Prozent zu drücken, sie hat aber die rechte, die konservative und auch die liberale Flanke nahezu vollkommen preisgegeben. Und nun kommen wir zum Schlüssel, wie Merkel entmachtet werden kann. Es geht nur über die Schwächung ihrer Position innerhalb der CDU. Das ist der einzig gangbare Weg. Wie soll aber ihre parteiinterne Position geschwächt werden?

Auch hier gibt es wiederum nur eine Möglichkeit: über ein schlechtes, ja miserables Unions-Wahlergebnis. Merkels gesamte Macht basiert wie bei allen Politikern letztlich primär auf einem: auf guten Wahlresultaten. Keine Partei tauscht ihr Spitzenpersonal aus, wenn dieses Wahlsiege einfährt. Ergo muss, wenn man Merkel loswerden will, die CDU massiv geschwächt werden. Somit stellt sich aber sofort die nächste Frage.

Wen soll man denn dann wählen?

Und auch hier gibt es nur eine einzige wirksame Alternative: die AfD. Warum? Wenn viele potentielle CDU-Wähler zur SPD überliefen, wie reagierte Merkel darauf? Sie würde die CDU noch mehr sozialdemokratisieren, sie noch weiter nach links rücken. Das aber bedeutete: noch mehr (illegale) Massenimmigration, noch weniger Abschiebungen, noch weniger innere Sicherheit, noch mehr Verbrechen und sexuelle Übergriffe, noch mehr Terroranschläge, noch mehr Milliarden nach Athen, noch höhere Staatsverschuldung, noch geringere Zinsen, noch mehr EU, noch mehr deutsche Haftung auch für italienische und französische Schulden, noch mehr grüne Genderpolitik, noch mehr Abstieg im Bildungsbereich, noch mehr Abwanderung junger, gut qualifizierter Nettosteuerzahler usw.

Ähnliches gilt für die FDP, die in vielen der genannten Punkten für das gleiche Elend steht. Noch schlimmer wäre ein Wechsel von CDU-/CSU-Wählern zu den Grünen oder zur Linkspartei (SED-Nachfolgerin), die die Zerstörung Deutschlands noch viel exzessiver betreiben als die SPD. Ein Erstarken der Grünen und/oder der Linkspartei führte zwangsläufig zum weiter nach links Rücken der SPD, was dann wiederum ein Nachrücken der CDU zur Folge hätte.

Was spricht gegen die kleinen, sonstigen Parteien?

Wer dagegen eine kleine Partei wählt, die keine Chance auf Überwindung der Fünfprozenthürde hat, der richtet zwar keinen Schaden an, seine Stimme wird aber im neuen Bundestag nicht abgebildet sein. Er nimmt also keinerlei Einfluss auf die Zusammensetzung des Parlamentes. Stellen Sie sich, um es vom Prinzip her zu verdeutlichen, einfach vor, es gäbe 25 Parteien, die alle so zwischen 2 und 4 Prozent, im Schnitt bei 3 Prozent lägen. Diese 25 Kleinparteien kämen somit zusammen auf 75 Prozent. Dann würden nur die 25 Prozent der Wähler der Über-Fünf-Prozent-Parteien alleine bestimmen, wie sich der neue Bundestag zusammensetzt. Käme eine Partei dann auf 12,51 Prozent, hätte sie damit die absolute Mehrheit der Sitze im Parlament und könnte alleine regieren. Mit 12,51 Prozent, also einem Achtel der abgegebenen gültigen Stimmen!

Ergo: Wer Kleinstparteien wählt, die keine realistische Chance auf Überwinden der Fünfprozenthürde haben, stärkt damit die Parteien, die über 5 Prozent liegen, weil ihre Anzahl der Sitze im Parlament – und das ist das Entscheidende! – dadurch steigt. Mathematisch gesprochen: weil durch die Stimmabgabe für sonstige Parteien der Nenner (Anzahl der Stimmen für Parteien, die in den Bundestag einziehen) verkleinert wird, so dass die Bruchzahl (Sitze im BT) bei gleichem Zähler (Stimmen z.B. für die CDU) dadurch größer wird.

Oder kurz: Wer eine Minipartei wählt, bestätigt damit indirekt die Merkelwahl der anderen, weil er nicht gegen sie stimmt, da sein Kreuz für die Zusammensetzung des Bundestages keinerlei Auswirkung hat.

Auch ungültig oder gar nicht wählen bringt nichts

Ähnliches gilt für Gar-nicht-wählen-Gehen und für Ungültig-wählen. Denn was passiert hier? Stellen Sie sich, wiederum um das Prinzip zu verstehen, vor, es wären tausend Personen aufgerufen über etwas abzustimmen. 901 hätten aber entweder keine Lust, kein Interesse, keine Zeit, was anderes vor oder wollten sich aus Protest nicht beteiligen bzw. würden extra ungültig stimmen. Dann würden die verbleibenden 99 über die Belange der Tausend entscheiden. Angenommen es würden 50 zu 49 für den Vorschlag X stimmen, dann hätten diese 50, fünf Prozent aller Betroffener, über das entschieden, was tausend Wahlberechtigte betrifft.

Ergo: Wer gar nicht oder ungültig wählt, der vergibt seine Chance auf eine Korrektur des Votums der anderen. Er bestätigt im Grunde die gültigen abgegebenen Stimmen und sagt indirekt: „Ich bin voll und ganz einverstanden, was ihr entscheidet. Ich möchte dies kein bisschen verändern.“ Damit wählt auch er indirekt Merkel, weil er nicht gegen sie stimmt, wodurch er sie schwächen würde.

Warum die AfD das einzige Korrektiv darstellt

Somit ist klar, was die einzig sinnvolle Gegenstrategie sein kann: für die AfD stimmen. Denn welche Folgen wird dies haben, wenn die AfD gestärkt wird? Stellen wir uns dazu, wiederum aus heuristischen Gründen, um also das Prinzip zu verstehen, folgendes vor. Angenommen, die Union würde nochmals vier bis fünf Prozent verlieren, zum Großteil an die AfD. Und die SPD weitere drei Prozent. Dies ist sicherlich nicht unrealistisch, zumal die Fehlertoleranz ohnehin bei ca. zwei bis drei Prozent liegt, Union und SPD tatsächlich sogar schon jetzt schwächer sein können als oben ermittelt. Dann hätten wir bei der Bundestagswahl in etwa folgendes Ergebnis:

  1. CDU/CSU:  ca. 32,5 %
  2. SPD: ca. 20 %
  3. AfD: ca. 15 %
  4. FDP: ca. 10 %
  5. Linkspartei: ca. 10 %
  6. Grüne: ca. 7,5 %
  7. Sonstige: ca. 5 %

Was würde ein solches Ergebnis bedeuten?

Positive Folgen einer möglichst starken AfD

Zum Einen wären Schwarz-Gelb und Schwarz-Grün mit 42,5 bzw. 40 Prozent definitiv vom Tisch. Vor allem aber – und das ist das Entscheidende – wäre Merkels Macht gebrochen. 32,5 Prozent für CDU und CSU zusammen, also nur rund 25 Prozent für die CDU würde ihr die eigene Partei nicht verzeihen. Merkels Sieger-Nimbus wäre dahin. Was würde nun geschehen?

Entweder würde Merkel nach einem solchen Einbruch von fast 10 Prozent seit der letzten Bundestagswahl (von über 41,5 auf 32,5 Prozent) sofort das Handtuch werfen und den Weg für jemand anders frei machen. Vielleicht für Schäuble als Übergangskandidat für zwei Jahre. Oder aber die Machtkämpfe in der CDU würde beginnen.

Am wahrscheinlichsten dürfte sein, dass Merkel ihren Rücktritt für das Jahr 2019 ankündigen und dann nach zwei Jahren abtreten würde. In der Zeit hätte die CDU die Chance, a) einen neuen Bundeskanzler aufzubauen, vor allem aber b) sich zu reformieren. Denn die AfD würde mit über 15 Prozent der Sitze im Bundestag einen enormen Druck auf die CDU und die CSU ausüben. Auch Seehofer würde bei einem sehr schwachen CSU-Ergebnis wanken und fallen, den Weg für einen Jüngeren, wahrscheinlich für Söder frei machen.

Unser Land könnte wieder aufatmen

Natürlich kann auch eine AfD mit 8 bis 11 Prozent eine starke Opposition im Deutschen Bundestag bilden. Aber mit jedem Prozentpunkt mehr steigt auch ihr Einfluss und die Möglichkeit, Druck auf die Regierung auszuüben. Bei 15 Prozent wäre dieser Druck enorm. CDU und CSU müssten sich komplett erneuern, um bei den nächsten Wahlen nicht noch mehr Stimmen an die AfD zu verlieren.

Innere Sicherheit, das Schlüsselthema der nächsten Jahre und Jahrzehnte, wäre nun kein reines Lippenbekenntnis mehr. CDU, CSU und auch SPD müssten jetzt handeln. Es käme zu zahlreichen Abschiebungen von Leuten, die nie hätten einreisen dürfen, zu strengen Grenzkontrollen, zum Abbau des massenhaften Asylmissbrauchs. Die Terroranschläge und die Verbrechensraten würden nicht weiter explodieren. Es würden nicht immer weiter unendliche Milliarden ins völlig marode Griechenland fließen. Eurobonds, also die unbegrenzte Haftung für die Schulden anderer, könnten verhindert werden. Familien würden mehr gefördert, die Steuer- und Abgabenbelastung der Bürger nicht immer weiter hochgefahren. Und ganz wichtig: die Menschen könnten wieder frei sprechen. Der linksgrünen totalitären Gesinnungsdiktatur würde endlich ein Riegel vorgeschoben.

Der Islam hätte nicht weiter unter dem Deckmantel der Religion einen absoluten Freibrief. Islamkritik würde salon- und gesellschaftsfähig. Die Islamisierung Deutschlands könnte zumindest gebremst, vielleicht sogar gestoppt und langfristig gedreht werden. Innerhalb der CDU würden im Laufe der Jahre völlig andere Politiker heranwachsen. Und Angela Merkel wäre in einigen Jahren nur noch eine Erinnerung. Und zwar eine sehr finstere solche. Mehr Demokratie, Rechts- und Verfassungstreue könnten Einzug halten. Unser Land könnte endlich wieder aufatmen.“

Hier der ganze Text von Jürgen Fritz verlinkt.

Auch wenn es am 24. Septeber noch nicht dazu kommt, gehe ich davon aus, dass die nächste Bundesregierung die 4 Jahre währende Legislaturperiode nicht schafft. Dazu mein Statement beim Landestammtisch der AfD Berlin am 6. September.

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Air Berlin und der „Ignorierende Bürgermeister von Berlin“

Als Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion habe ich den Regierenden Bürgermeister aufgefordert, seine Untätigkeit aufzugeben und der offenbar angestrebten Zerschlagung von Air Berlin entgegenzuwirken:

Vom Regierenden Bürgermeister der Stadt, deren Namen die insolvente Fluglinie im Namen trägt, darf man erwarten, dass er sich mit aller Kraft für den Erhalt des Unternehmens einsetzt. Er muss alles unternehmen, um zu verhindern, dass die Gesellschaft zerschlagen wird, dass der seit fast 40 Jahren positiv konnotierte Name als Botschafter unserer Stadt verschwindet und dass die langjährigen Mitarbeiter im besten Fall in einem neuen Unternehmen von vorn anfangen müssen und im schlimmsten Fall auf der Straße stehen.

Aber von Michael Müller kam nichts. Seit dem Bekanntwerden der Air-Berlin-Insolvenz hat er sich als Ignorierender Bürgermeister präsentiert.

Wenn Müller erst fast zehn Tage nach der Insolvenz, in einem Interview die ‚Hoffnung‘ äußerte, es mögen möglichst viele der rund 8.000 Arbeitsplätze bei Air Berlin erhalten bleiben, dann ist das zu spät und zu wenig. Vom Regierenden Bürgermeister der Stadt, deren Namen die insolvente Fluglinie im Namen trägt, darf man erwarten, dass er sich mit aller Kraft für den Erhalt des Unternehmens einsetzt. Er muss alles unternehmen, um zu verhindern, dass die Gesellschaft zerschlagen wird und der seit fast 40 Jahren positiv konnotierte Name als Botschafter unserer Stadt verschwindet, nicht zu reden davon, dass die langjährigen Mitarbeiter im besten Fall in einem neuen Unternehmen von vorn anfangen müssen und im schlimmsten Fall auf der Straße stehen.

Dazu nahm ich auch im Wochenrückblick der Fraktion Stellung:

 

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Neukölln ist überall! Warum nicht nur Berlin-Neukölln einen Direktkandidaten der #AfD im Bundestag braucht…

Am 14. August gab es meinen ersten Livestram als AfD-Direktkandidat für den Wahlkreis 82, Berlin-Neukölln.

Ich erkläre, wer eigentlich die ganze Last des Sozialstaats in Deutschland trägt, was die Merkelsche „Refugee-welcome“-Politik in diesem Kontext bedeutet und was das mit Ihnen, dem Wähler, direkt zu tun hat. Und warum Sie daher die AfD als Ihre Wahl in Erwägung ziehen sollten. Hier ein einleitender Auszug:

„…Vorher möchte ich aber, dass Sie erst mal alles vergessen, was Sie über die AfD wissen. Vergessen Sie es einfach. Denn was Sie über die AfD wissen, wissen Sie nicht – Sie glauben nur, es zu wissen. Schließlich lesen Sie ja Zeitung und schauen fern. Und da wird Ihnen gesagt: Die AfD ist rechtspopulistisch, oder gar rechtsextrem. Die AfD ist ausländerfeindlich, homophob, lässt auf Kinder schießen und mag Boateng nicht. So verbreiten es die Medien, und all das hält viele von Ihnen verständlicherweise erst einmal davon ab, sich mit der AfD zu beschäftigen, denn sie gilt ja als unwählbar. Solche Leute würde ich auch nicht wählen. Gar keine Frage.

Aber das sind wir nicht. So sind wir nicht. Bilden Sie sich Ihr eigenes persönliches Urteil über die AfD und über mich als Ihr Direktkandidat in Neukölln. Ich gebe Ihnen die Chance dazu, und bitte geben Sie sie mir auch.

Vergessen Sie daher bitte alles für einen Moment, was Sie bisher mit der AfD verbinden, und stellen Sie sich die Frage: Worum geht es MIR eigentlich? Was kann und will ICH von der Politik in Deutschland für die nächsten Jahre erwarten? Was ist in den letzten 4 Jahren passiert und finde ICH das in Ordnung? Oder ist da doch etwas schief gelaufen?

Beantworten Sie sich DIESE Fragen ZUERST. Dann sollten Sie sich fragen: Wie ist eigentlich die Position der AfD zu diesen MEINEN Fragen. Und genau diese Positionen will ich Ihnen jeweils erläutern…“

Das Video wurde bereits mehr als 5000 mal gesehen.

Fortsetzung folgt…, dann mit besserer Tonqualität und einem angemessenem räumlichem Umfeld 🙂

 

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AfD-Fraktion Berlin fordert parlamentarischen Sonderausschuss „Effizientes Luftverkehrssystem Metropolenregion Berlin/Brandenburg“

Zur ersten Sitzung des Abgeordnetenhauses nach der Sommerpause beantragen wir die Einsetzung eines parlamentarischen Sonderausschusses für ein  zukunftsgerechtes Flughafensystem in der Metropolregion Berlin-Brandenburg unter Einschluss von BER und TXL. In Brandenburg existiert ein solcher Sonderausschuss bereits. Dort hat sich dieses Gremium als geeignetes Forum erwiesen, um ehrliche und bedarfsgerechte Perspektiven für die Zukunft des Berliner Luftverkehrs ergebnisoffen zu beraten.

Der entsprechende Antrag ging am 9. August 2017  in den Geschäftsgang des Abgeordnetenhuses. Angesichts der absehbaren Niederlage des Senats beim anstehenden Volksentscheid zu TXL ist es höchste Zeit, dass sich das Abgeordnetenhaus durch die Anhörung von Experten einen realistischen Eindruck der Möglichkeiten und Notwendigkeiten im Berliner Luftverkehr verschafft. Hierzu auch mein Interview bei tv.berlin ab 4,50 min.

In diesem Kontext schrieb ich einen offenen Brief an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt:

Sehr geehrter Herr Bundesminister,

als Spitzenpolitiker aus dem Freistaat Bayern, in dem die Uhren anders gehen als in Berlin, wissen Sie um den entscheidenden Faktor, den ein funktionierender, auf Wachstum ausgelegter Flughafen für die Wettbewerbsfähigkeit einer Region hat. Der Flughafen „Franz-Josef-Strauß“ in und für München beweist es eindrucksvoll.

In Berlin wurde die Entscheidung für den Single-Airport BER 1996 auf der Grundlage längst als falsch erkannter Annahmen getroffen, insbesondere, was das Passagierwachstum für die Hauptstadt Berlin betrifft. Gleichzeitig wurden falsche Entscheidungen im Zusammenhang mit der Planung und Realisierung der Flughafens „Willy-Brandt“ BER getroffen, die zur leidlichen Verzögerung der Inbetriebnahme geführt haben.

Alles in allem stehen wir in Berlin vor der Situation, dass der künftige Luftverkehr von und nach Berlin vom BER, wenn er denn 2020 in Betrieb gehen sollte, nicht allein bewältigt werden kann, will man keine bewusste Drosselung des Verkehrs in Kauf nehmen. Der rot-rot-grüne Senat und die ihn tragenden Fraktionen scheinen dies aus ideologischen Gründen allerdings zu wollen.

Tatsache ist: Berlin braucht Tegel auch nach der Eröffnung des BER weiterhin im Rahmen eines nachfrageorientierten zukunftsfähigen Flughafensystems in der Metropolenregion Berlin-Brandenburg. Alles andere ist zukunftsfeindlich und provinziell.

Die vom Senat bemühten Gegenargumente sind vorgeschoben oder zweitrangig, da lösbar. Natürlich muss beim Lärmschutz nachgerüstet und investiert werden, natürlich müssen vom Senat sträflich vernachlässigte Re-Investitionen in TXL erfolgen. Das alles ist machbar und darf nicht unredlich gegen die Zukunft der wachsenden Stadt Berlins ins Feld geführt werden.

Daher unterstützen wir Ihre Position, TXL luftverkehrstechnisch in eine vernünftige Gesamtplanung einzubeziehen und bitten Sie eindringlich, sich als Vertreter des Mitgesellschafters Bund gegen das Klein-Klein der in dieser Frage ideologisch verrannten Landesregierungen von Berlin und Brandenburg durchzusetzen.

Die AfD-Fraktion Berlin fordert einen parlamentarischen Sonderausschuss im Abgeordnetenhaus, der bis 2020 die Erarbeitung einer zukunftsfähigen Lösung für ein nachfrageorientiertes, auf Wachstum vernünftig eingestelltes Flughafensystem parlamentarisch mitberaten soll.

Sehr geehrter Herr Bundesminister: Sie haben die Berliner und uns auf Ihrer Seite. Setzen Sie sich auf der morgigen Sondersitzung der Gesellschafter der Flughafengesellschaft FBB GmbH gegen den ideologischen Starrsinn von Berlin und Brandenburg durch!

Mit den besten Grüßen, Ihr

Frank-Christian Hansel, Parlamentarischer Geschäftsführer der AfD-Fraktion Berlin

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Deutschland und seine Zukunft

Auch wenn Viele das schon gar nicht mehr begreifen oder wahr haben wollen: Wettbewerbsfähigkeit ist nicht alles, aber ohne Wettbewerbsfähigkeit ist alles nichts! Wir brauchen uns in Deutschland über Vieles gar keine Gedanken mehr machen, wenn wir die materielle Basis für unseren Wohlstand erodieren lassen oder sogar aus ideologischen oder ökoreligiösen Gründen selbstverschuldet aktiv schädigen. Einer dieser Pfeiler unserer Wettbewerbsfähigkeit WAR Bildung. Das Zeitalter, in dem das Humboldtsche Bildungsideal Maßstab war, ist vorbei, wie Dr. Konrad Adam feststellt.

Dabei geht es nicht nur um die Kritik des Bologna-Prozesses, sondern materiell um den Verlust Deutschlands bei den Kompetenzen in den naturwisschenschftlich-technischen MINT-Fächern, auf deren Grundlage Fortschritt und Wettbewerbsfähigkeit überhaupt erst aufbauen.

Jede Politik muss sich also diesem Schicksalsbefund stellen, den erneut Gunnar Heinsohn liefert:

„Wenn man Weltmarktführerschaft daran erkennt, dass Spitzenreiter und Hauptverfolger aus demselben Land kommen (bei Kameras etwa Nikon und Canon in Japan), dann schafft China diesen Sprung noch vor seinen Siegen bei FinTech und Bilderkennung bei zivilen Drohnen. (DJI aus Shenzhen und Yuneec aus Jinxi). 2017 will man aus einheimischen Komponenten der Menschheit ersten Exascale-Computer fertig haben, der pro Sekunde eine Milliarde Milliarden Operationen ausführt. Unter den Fortune Global 500 von 2017 halten Chinesen 115 Positionen (nach 9 im Jahre 1997), darunter die Plätze 2, 3 und 4. Singapur steigt von null auf drei, Taiwan von einer auf sechs Weltfirmen. Japan fällt kräftig zurück, Korea hält sich. Deutschland sinkt von 47 auf 29 Unternehmen. Die mit viel mehr, aber auch viel besser qualifizierten Migranten gesegnete Schweiz schlägt sich mit einem Rückgang von 20 auf 14 ungleich besser. Deutschlands Abstieg korreliert bei der globalen Wettbewerbsfähigkeit mit dem Wechsel von Platz 6 auf Platz 13 zwischen 2012 und 2016. Bei der erstmals gemessenen digitalen Kompetenz reicht es global sogar nur für Platz 17. Parallel dazu fallen die Viertklässler bei TIMSS vom 12. Platz 2007 auf den 24. im Jahre 2015 (nach dem 16. für 2011).

Die Schicksalfrage lautet, und an ihr kommt Politik nicht vorbei und darum müssen wir uns als Alternative für Deutschland ihr hauptsächlich stellen: Wir kann der offenbare Abstiegstrend Deutschlands gestoppt und gedreht werden?

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