Peter Sloterdijk, in his new book The Prince and His Heirs, has taken up a theme that sits at the center of any serious theory of the political: power — its embodiment, its self-assertion, and its tendency to immunize itself against limitation. The book is about "great men in the age of ordinary people," about men "willing to go mad for the sake of power." Sloterdijk rereads Machiavelli in order to understand the modern type of the prince: Trump, Putin, Xi, Modi — and, by implication, Orbán — the new men of power in a world where charisma, amoralism, and media stagecraft are reshaping the old liberal procedures. Sloterdijk builds his reading on Machiavelli's foundational insight: a prince who means to hold his ground must learn "not to be good." The new autocrats, he argues, have learned t…
Peter Sloterdijk hat in seinem neuen Buch Der Fürst und seine Erben ein Thema aufgegriffen, das im Zentrum jeder ernsthaften Theorie des Politischen steht: die Macht, ihre Verkörperung, ihre Selbstbehauptung und ihre Neigung, sich gegen Begrenzung zu immunisieren. Es geht „über große Männer im Zeitalter der gewöhnlichen Leute“ und über Männer, „die bereit sind, um der Macht willen verrückt zu werden“. Sloterdijk liest Machiavelli neu, um den modernen Typus des Fürsten zu verstehen: Trump, Putin, Xi, Modi, mitgemeint auch Orbán, die neuen Machtmenschen einer Welt, in der Charisma, Amoralismus und mediale Inszenierung die alten liberalen Verfahren überformen. Machiavellis Lektion entwickelt Sloterdijk auf dessen grundlegender Einsicht: Ein Fürst, der sich behaupten wolle, müsse lernen, „nich…
Peter Sloterdijk ist nach Gunnar Heinsohn nunmehr der letzte verbliebene deutsche Meisterdenker und große Diagnostiker des zivilisatorischen Zustands. Er sezierte früh den Zynismus, entlarvte die Heuchelei der Moderne, beschrieb die Erosion des klassischen Bürgertums, den Niedergang der Bildung, den Verlust von Vertikalspannung, den Zerfall verbindlicher kultureller Formen. All das geschah in den Nullerjahren vor beziehungsweise quasi parallel zum Aufkommen der AfD. Seine Thesen lagen in der Luft – nicht als Parteiprogramm, sondern als intellektuelle Vorahnung einer kommenden Zäsur.Heute jedoch, da sich diese Gedanken in einer politischen Formation materialisiert haben, zieht Sloterdijk die Notbremse. Er spricht hier nicht mehr als Analytiker, sondern als Distanzierungsinstanz, als Grenzbe…
(M)eine EinladungLiebe Leserin, lieber Leser,wozu bedarf es eigentlich der AfD? Warum ist die Partei Alternative für Deutschland nicht nur ein faktisches und historisches Ereignis, sondern ein strukturelles Erfordernis unserer politischen Gegenwart? Was wird da wie gedacht?Ich möchte Ihnen/Euch im Folgenden einen Einblick geben in das, was ich als das Idearium der AfD begreife: den gedanklichen Raum, in dem politische Analyse, strategische Verantwortung und praktische politische Intelligenz zusammenkommen. Die nachfolgenden Beiträge, die auf meiner Website frank-hansel.de und online im FREILICH-Magazin sowie im Blog philosophia perennis erschienen sind, stellen dabei nicht bloß Meinungen dar – sie versuchen, unsere aktuelle politisch komplexe Realität auf verschiedenen Ebenen zu durchdring…