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Kategorie: Autoindustrie

3 Artikel in dieser Kategorie

Vom Autoland zur verlängerten Werkbank: Die deutsche Automobilindustrie in der Mehrfachkrise

Frank-Christian Hansel
Die Krise der deutschen Automobilindustrie lässt sich nicht mehr als Konjunkturdelle beschreiben. Das ist ihr eigentlich alarmierender Kern. Was früher als zyklischer Rückgang, als Absatzschwäche oder als schwieriges Quartal hätte durchgehen können, hat inzwischen die Qualität eines Strukturbruchs. Das Handelsblatt spricht unter Berufung auf Branchenexperten von einem „strukturellen Problem“ und einem „tektonischen Umbruch“ des Geschäftsmodells. Genau diese Formulierungen treffen den Punkt: Es geht nicht mehr darum, ob Volkswagen, Mercedes oder BMW ein schwaches Jahr überwinden. Es geht darum, ob das industrielle Erfolgsmodell der deutschen Nachkriegsökonomie in seiner bisherigen Form noch trägt.Dieses Modell beruhte lange auf drei Säulen. Europa war die industrielle Heimatbasis, China der…

Die Deindustrialisierung der deutschen Autoindustrie – Selbstzerstörung durch Ideologie, Standortversagen und das Schweigen der Eliten

Frank-Christian Hansel
Die deutsche Autoindustrie, einst industrielles Herz der Republik, steht heute für einen Niedergang, der lange beschönigt und als „Transformation“ verklärt wurde. Tatsächlich erleben wir einen Deindustrialisierungspfad: Arbeitsplätze verschwinden, Zulieferketten reißen, Produktion wandert ins Ausland, Gewinne brechen ein, und mit ihnen schwindet die technologische Souveränität des Standorts Deutschland. Allein binnen eines Jahres wurden rund 50.000 Stellen abgebaut. Was hier erodiert, ist kein Nebensektor, sondern das industrielle Rückgrat des Landes.Dieser Niedergang ist nicht schicksalhaft. Natürlich gibt es Druck durch China, die USA und neue Handelskonflikte. Doch die eigentliche Schwächung ist hausgemacht. Die deutsche und europäische Politik hat der Branche über Jahre ein immer enger…

Die große Mogelpackung vom „Ende des Verbrennerverbots“, die Ford-Kehrtwende und die EU-Kommission

Frank-Christian Hansel
Die milliardenschwere Kehrtwende des US-Autokonzerns Ford ist mehr als eine unternehmerische Kurskorrektur. Sie ist ein Menetekel für eine industriepolitische Fehlsteuerung, die nun auch in Europa offen zutage tritt. Mit Abschreibungen von rund 19,5 Milliarden US-Dollar und dem Rückzug aus zentralen E-Auto-Programmen räumt Ford ein, dass der politisch forcierte batterieelektrische Pfad im Massenmarkt ökonomisch nicht trägt. Diese Realität steht in scharfem Kontrast zur aktuellen europäischen Debatte, in der insbesondere CDU und CSU behaupten, das Verbrennerverbot sei „vom Tisch“ oder zumindest substanziell entschärft worden. Die jüngsten Vorschläge der EU-Kommission zeigen jedoch: Das Gegenteil ist der Fall.Ford begründet seine Kehrtwende nüchtern und ohne ideologische Aufladung. Große bat…