Erst aushungern, dann verbieten Christoph Möllers will der AfD die staatlichen Mittel streichen. Doch die AfD lässt sich weder aushungern noch zurechtkürzen. Replik auf sein ZEIT-Interview (Nr. 47/2026)
Frank-Christian Hansel —
Die ZEIT eröffnet ihr Gespräch mit Christoph Möllers mit einer entlarvenden Frage. In Sachsen-Anhalt ist ein Landtagspräsident aus den Reihen der AfD gewählt worden, aus der Fraktion, die 43,8 Prozent der Stimmen erhalten hat. Das ist parlamentarischer Normalbetrieb. Die Redaktion fragt trotzdem, ob Möllers „noch daran“ glaube, dass die Demokratie wehrhaft sei. Damit ist der Rahmen gesetzt: Der Wahlsieger gilt als Fall für den Verfassungsschutz.In diesem Rahmen bewegt sich Möllers mit großer Geschmeidigkeit. Der Rektor des Wissenschaftskollegs zu Berlin gehört zu jenen Juristen, die „unsere Demokratie“ vor dem Wähler schützen wollen, sobald der Wähler das Falsche wählt. Es ist das Denken Frank-Walter Steinmeiers, der das Parteiverbot am 9. November 2025 zur „Ultima Ratio“ erklärte. Möllers…