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Kategorie: Martin Vincentz

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Der Kampf um den Westen. Warum der Machtkonflikt in der AfD NRW eine strategische Existenzfrage der Gesamtpartei berührt

Frank-Christian Hansel
Was sich derzeit in der nordrhein-westfälischen AfD abspielt, lässt sich bequem als persönlicher Machtkampf erzählen: Listenplätze, Mandate, massiv verletzte Eitelkeiten, konkurrierende Netzwerke. All das spielt – wie in jeder anderen Partei auch - eine (zu) große Rolle, leider auch hier. Aber Parteien sind eben keine philosophischen Seminare, sondern Organisationen, in denen um Einfluss, Positionen und Ressourcen gerungen wird.Doch wer den Konflikt darauf reduziert, verkennt seine eigentliche Bedeutung.In Nordrhein-Westfalen wird nicht nur darüber gestritten, welche Personen 2027 für den Landtag kandidieren und wer künftig den größten westdeutschen Landesverband kontrolliert. Es geht um die strategische Deutungshoheit innerhalb der gesamten AfD: Welches politische Erfolgsmodell soll künft…

Der Wähler als scheues Reh - Warum der Konflikt um Martin Vincentz kein Richtungsstreit ist, sondern ein Streit über die richtige Ansprache

Frank-Christian Hansel
Wer die beiden Beiträge von WDR und t-online über den Machtkampf zwischen Martin Vincentz und Alice Weidel nebeneinanderlegt, erhält auf den ersten Blick das Bild eines fundamentalen Richtungsstreits. Auf der einen Seite Vincentz, der vermeintlich Gemäßigte, der die AfD konservativer, bürgerlicher und irgendwann vielleicht sogar koalitionsfähig für CDU und FDP machen wolle. Auf der anderen Seite Weidel, die sich nach dieser Lesart zunehmend auf das völkische Lager stütze und einen radikaleren Weg einschlage.Genau in dieser Gegenüberstellung liegt der analytische Fehler.Sie vermischt drei Ebenen, die man sauber trennen müsste: das Programm, die politische Strategie und die öffentliche Ansprache. Und im Fall Vincentz spricht das meiste dafür, dass nicht das Programm der entscheidende Untersc…