Update Demokratie – aber eine echte und wirklich gelebt: Warum das Gerede von „unserer Demokratie“ das Gegenteil von Pluralismus ist
Der neue Demokratiemonitor 2026 der Bertelsmann-Stiftung liefert eine Zahl, die das ganze Elend des gegenwärtigen Politikbetriebs auf den Punkt bringt: 77 Prozent der Deutschen befürworten demokratische Parteien als Institution – aber nur 17 Prozent sind mit ihrem praktischen Funktionieren zufrieden. Das ist kein kleiner Vertrauensverlust, kein Stimmungstief, keine beiläufige Unzufriedenheit. Das ist eine fundamentale Unterscheidung, die in der öffentlichen Debatte meist absichtlich verwischt wird: Die Bürger wenden sich nicht von der Demokratie ab. Sie wenden sich von der Art ab, wie Demokratie in Deutschland praktisch betrieben, verwaltet, moralisiert und verengt wird. (Berliner Zeitung)
Genau darin liegt der entscheidende Befund. Der Demokratiemonitor trennt zwischen Legitimität und Performanz. Die Zustimmung zur Demokratie als Prinzip bleibt hoch. Eine breite Mehrheit von 82 Prozent befürwortet demokratische Werte stark. In den acht untersuchten Demokratiemodulen liegen die Legitimitätswerte zwischen 77 und 91 Prozent. Aber die Zufriedenheit mit dem tatsächlichen Funktionieren fällt dramatisch niedriger aus: Die positiven Performanzwerte bewegen sich nur zwischen 15 und 65 Prozent. Besonders schwach schneiden Parteien, Partizipation, Regierung und Parlament ab. (Bertelsmann Stiftung)
Das ist die sozialwissenschaftliche Bestätigung dessen, was viele Bürger längst spüren: Die Demokratie hat nicht zu wenig Zustimmung. Sie hat ein massives Wirklichkeitsproblem.
Schon die frühere Sinus-Studie im Auftrag von Greenpeace hatte dieses Paradox sichtbar gemacht: Über achtzig Prozent der Deutschen hielten Demokratie für unverzichtbar, aber nur rund ein Drittel war überzeugt, dass Deutschland tatsächlich demokratisch regiert werde. Mein damaliger Befund gilt deshalb heute noch stärker: Das ist keine Abwendung von der Demokratie, sondern ihr Spiegelbild im Moment ihrer Entfremdung. Die Menschen wollen Demokratie, ja – aber eine, die wirklich gelebt und als echte erlebt wird (siehe unten).
Die Wähler wollen kein moralisches Ritual, kein Erziehungsprojekt der sogenannten Zivilgesellschaft, keinen staatsnahen Demokratiebetrieb, der ihnen erklärt, welche Meinungen noch zulässig sind und welche bereits als verdächtig gelten. Sie wollen ein politisches Gemeinwesen, in dem unterschiedliche Positionen sichtbar, hörbar und wirksam sein dürfen. Diese Sehnsucht ist nicht demokratieskeptisch. Sie ist zutiefst demokratisch.
Der Begriff „unsere Demokratie“, wie er heute von Vertretern des Machtkartells aus Union, SPD, Grünen und Linken benutzt wird, klingt inklusiv, ist aber exklusiv gemeint. Er suggeriert Zugehörigkeit, um Abweichung zu markieren. Wer dazugehört, definiert sich nicht mehr durch Argumente, sondern durch Haltung. Und wer abweicht, gilt nicht mehr als Gegner, sondern als Gefahr.
Genau hier wird die eigentliche Verschiebung sichtbar: Demokratie wird nicht mehr als offener Raum politischer Konkurrenz verstanden, sondern als Besitzstand eines selbsternannten demokratischen Lagers. Aus dem republikanischen Gemeinwesen wird ein moralisch bewachtes Milieu. Aus Pluralismus wird Zulassungsverwaltung. Aus Opposition wird Verdachtsfall.
Die neuen Zahlen des Demokratiemonitors verschärfen diese Diagnose erheblich. Denn wenn 77 Prozent demokratische Parteien als Institution befürworten, aber nur 17 Prozent mit ihrem Funktionieren zufrieden sind, dann richtet sich die Kritik gerade nicht gegen das Prinzip der Parteiendemokratie. Sie richtet sich gegen die konkrete Funktionsweise eines Parteienbetriebs, der sich von den Bürgern entfernt hat.
Nicht Parteien an sich werden abgelehnt, sondern Parteien, die nicht mehr als Organe demokratischer Willensbildung erscheinen, sondern als abgeschlossene Apparate. Nicht Parlamente an sich werden infrage gestellt, sondern Parlamente, die immer häufiger wie nachgeordnete Vollzugsräume vorentschiedener Koalitions-, Medien- und Verwaltungslogiken wirken. Nicht Wahlen an sich werden entwertet, sondern ein politischer Betrieb, der Wahlergebnisse moralisch sortiert und legitime Repräsentanz selektiv anerkennt.
Die Bertelsmann-Stiftung deutet die Ergebnisse vorsichtig als Zeichen demokratischer Resilienz. Das ist nicht falsch. Solange die Bürger trotz massiver Unzufriedenheit mit dem Funktionieren der Institutionen weiterhin an der Demokratie selbst festhalten, ist die Demokratie als Idee tatsächlich stabiler, als viele Alarmisten behaupten. Aber gerade daraus folgt kein Freispruch für den real existierenden Politikbetrieb. Im Gegenteil: Wenn die Bürger die Demokratie lieben, aber ihre praktische Gestalt ablehnen, dann liegt das Problem nicht beim Bürger, sondern beim Betrieb. (Bertelsmann Stiftung)
Die Bürger sind nicht demokratiesatt. Sie sind simulationssatt.
Sie haben genug von einer politischen Klasse, die ihre eigene Entkopplung von der Gesellschaft zur Verteidigung der Demokratie erklärt. Sie haben genug von Parteien, die Zustimmung verlieren und den Verlust dieser Zustimmung dann nicht als eigenes Versagen deuten, sondern als Radikalisierung der Wähler. Sie haben genug von einem öffentlichen Diskurs, in dem Kritik an Regierung, Parteien, Medien, Institutionen oder ideologischer Bevormundung immer schneller in den Verdacht der Demokratiefeindlichkeit gerückt wird.
Das ist der entscheidende Fehlschluss unserer Zeit: Wer mit dem Funktionieren dieser Demokratie unzufrieden ist, wird so behandelt, als sei er mit Demokratie überhaupt unzufrieden. Aus einer Demokratiedefizitserfahrung wird der Vorwurf der Demokratiedistanz konstruiert. Aus legitimer Kritik wird moralischer Verdacht. Aus Opposition wird Störung.
Gerade Anhänger der AfD und anderer oppositioneller Kräfte äußern besonders stark die Wahrnehmung, dass Deutschland nicht mehr wirklich demokratisch regiert werde. Doch statt diesen Befund als Hinweis auf ein Repräsentationsdefizit zu verstehen, interpretiert man ihn als Beweis für mangelnde Demokratietreue. Genau darin liegt die politische Selbstimmunisierung des alten Machtblocks.
Wer fortwährend hören muss, er stehe außerhalb der Demokratie, wird irgendwann begreifen, dass diese „unsere Demokratie“ ihn tatsächlich nicht mehr meint. Wer gewählt wird, aber nicht repräsentieren soll; wer parlamentarisch präsent ist, aber institutionell ausgegrenzt wird; wer Teil des Demos ist, aber aus dem legitimen Meinungskorridor herausdefiniert wird, der erlebt Demokratie nicht als offenen Raum, sondern als geschlossenen Besitzstand.
Hier setzt das Konzept der agonalen Demokratie an, wie es die politische Theoretikerin Chantal Mouffe formuliert hat. Demokratie ist kein Zustand harmonischer Übereinstimmung, sondern ein Streitmodus. Sie beruht auf der Fähigkeit, Konflikt auszuhalten, ohne ihn in Feindschaft zu verwandeln. Mouffe unterscheidet zwischen Antagonismus – dem Kampf zwischen Feinden, die einander vernichten wollen – und Agonismus, dem Wettstreit zwischen Gegnern, die einander anerkennen, obwohl sie sich entschieden widersprechen.
Übertragen auf die deutsche Gegenwart heißt das: Die politische Mitte hat den Agon verloren und den Antagonismus kultiviert. Sie spricht von Demokratie, meint aber ein Machtkartell, das sich gegen jede wirkliche Alternative abschottet. Statt Streit herrscht Moralisierung. Statt Wettbewerb herrscht Etikettierung. Statt demokratischer Auseinandersetzung herrscht der Versuch, den Gegner aus dem Kreis legitimer Politik hinauszudefinieren.
Das führt zur paradoxen Situation, dass ausgerechnet diejenigen, die sich unablässig als „Schützer der Demokratie“ inszenieren, ihren pluralistischen Geist am meisten gefährden. Denn Demokratie lebt nicht von der Eliminierung des Gegners, sondern von seiner Anerkennung als Gegner. Sie lebt nicht davon, dass alle dasselbe sagen, sondern davon, dass der Widerspruch eine legitime Form politischer Teilhabe bleibt.
Eine Demokratie, die Gegner zu Feinden erklärt, sägt an ihrer eigenen Legitimität. Sie verliert das, was sie von autoritären Systemen unterscheidet: die Anerkennung der Gegenseite als Teil des gemeinsamen Demos. Wer den politischen Konflikt moralisch neutralisieren will, tötet die Demokratie durch Überhitzung ihrer Tugenden.
Die Menschen in Deutschland spüren das instinktiv. Deshalb halten sie die Demokratie für wertvoll, empfinden sie aber immer weniger als lebendig. Sie wollen kein System, das Dissens verwaltet, sondern eines, das ihn ermöglicht. Sie wollen, dass auch der Widerspruch eine Stimme hat – nicht, dass er als Gefährdung stigmatisiert wird. Der Ruf nach Demokratie ist kein Ruf nach mehr Konsens, sondern nach mehr offenem Streit.
Gerade deshalb ist der Demokratiemonitor 2026 so bedeutsam. Er zeigt nicht, dass Deutschland ein Problem mit Demokratie hat. Er zeigt, dass Deutschland ein Problem mit der praktischen Aneignung der Demokratie durch jene hat, die sie zu ihrem Besitz erklären. Die Demokratie ist stärker als ihre selbsternannten Eigentümer. Sie gehört nicht den Parteien. Sie gehört nicht den Regierungsfraktionen. Sie gehört nicht den Redaktionen, Stiftungen, Aktivisten, Behörden oder Verfassungsschutzdeutern. Sie gehört dem Volk.
In diesem Sinne ist der Satz „unsere Demokratie“ keine harmlose Verteidigungsformel, sondern eine offensive Kampfansage an den Pluralismus, sobald er exklusiv gemeint ist. Demokratie gehört niemandem. Sie ist kein Besitz, den man gegen andere verteidigt, sondern ein Raum, der allen offenstehen muss, die ihn mit Argumenten betreten wollen.
Wer sie wirklich bewahren will, muss sie öffnen – auch für jene, die ihre gegenwärtige Handhabung infrage stellen. Wer Demokratie nur dort anerkennt, wo sie die gewünschte Mehrheit hervorbringt, verteidigt nicht Demokratie, sondern Herrschaft. Wer Opposition nur dann akzeptiert, wenn sie ungefährlich bleibt, verteidigt nicht Pluralismus, sondern Kontrolle.
Die eigentliche Lehre aus den neuen Zahlen lautet daher: Nicht die Bürger müssen zur Demokratie zurückgeführt werden. Der politische Betrieb muss zur Demokratie zurückgeführt werden.
Demokratie, die den Dissens ausschließt, degeneriert zur Haltungsroutine und führt noch tiefer in die Politikverdrossenheit. Die AfD wächst auch deshalb, weil diejenigen, die sich ständig auf „unsere Demokratie“ berufen, nicht begreifen, was sie damit anrichten. Sie verwechseln ihre Machtposition mit der Demokratie selbst – und wundern sich dann, dass immer mehr Bürger genau diese Anmaßung zurückweisen.
Die Exitstrategie liegt offen zutage: Abrüstung und Entspannung. Rückkehr vom Antagonismus zum Agon. Rückkehr von der totalen Freund-Feind-Stellung zur wechselseitigen Anerkennung politischer Gegnerschaft innerhalb der pluralistischen Demokratie. Dazu gehört auch das Prinzip eines legitimen Machtwechsels.
Denn Demokratie ist nicht dann gefährdet, wenn Opposition stärker wird. Demokratie ist dann gefährdet, wenn die Möglichkeit eines Machtwechsels moralisch delegitimiert wird.
Die Bürger haben kein Problem mit der Demokratie. Sie haben ein Problem mit einer politischen Klasse, die ihre eigene Abschottung für Demokratie hält. Genau deshalb braucht Deutschland nicht weniger Demokratie. Es braucht endlich wieder eine echte.
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Erstfassung vom 13. Oktober 2025:
Die jüngste Sinus-Studie im Auftrag von Greenpeace offenbart ein Paradox, das die politische Verfasstheit unseres Landes präziser beschreibt als viele Leitartikel: Über achtzig Prozent der Deutschen halten Demokratie für unverzichtbar – aber nur rund ein Drittel ist überzeugt, dass Deutschland auch tatsächlich demokratisch regiert wird.
Das ist keine Abwendung von der Demokratie, sondern ihr Spiegelbild im Moment ihrer Entfremdung. Die Menschen wollen Demokratie, ja – aber eine, die wirklich gelebt und als echte erlebt wird. Die Wähler wollen kein moralisches Ritual, kein Erziehungsprojekt der „Zivilgesellschaft“, sondern ein politisches Gemeinwesen, in dem unterschiedliche Positionen sichtbar, hörbar und wirksam sein dürfen. Diese Sehnsucht ist zutiefst demokratisch.
Der Begriff „Unsere Demokratie“, wie er heute von Vertretern des Machtkartells aus Union, SPD, Linken und Grünen benutzt wird, klingt inklusiv, ist aber exklusiv gemeint. Er suggeriert Zugehörigkeit, um Abweichung zu markieren. Wer dazugehört, definiert sich nicht mehr durch Argumente, sondern durch Haltung. Und wer abweicht, gilt nicht mehr als Gegner – sondern als Feind und Gefahr.
Die Sinus-Daten zeigen das deutlich: Anhänger der AfD und des BSW äußern die stärkste Skepsis, dass Deutschland demokratisch regiert werde. Doch statt diesen Befund als Hinweis auf ein Legitimationsdefizit zu verstehen, interpretiert man ihn als Beweis für Demokratiedistanz.
Das ist der entscheidende Fehlschluss. Denn diese Skepsis ist kein Ausdruck von Demokratieverachtung, sondern von Demokratiedefizitserfahrung – das Empfinden, aus der Sphäre legitimer Repräsentation ausgeschlossen zu sein. Wer fortwährend hören muss, er stehe „außerhalb der Demokratie“, wird irgendwann glauben, dass diese Demokratie ihn tatsächlich nicht mehr meint.
Genau hier setzt das Konzept der agonalen Demokratie an, wie es die politische Theoretikerin Chantal Mouffe formuliert hat:
Demokratie ist kein Zustand, sondern ein Streitmodus. Sie beruht auf der Fähigkeit, Konflikt auszuhalten, ohne ihn in Feindschaft zu verwandeln. Mouffe unterscheidet zwischen Antagonismus – dem Kampf zwischen Feinden, die einander vernichten wollen – und Agonismus, dem Wettstreit zwischen Gegnern, die einander anerkennen, obwohl sie sich entschieden widersprechen. Nur in diesem agonalen Rahmen bleibt Demokratie lebendig: wenn der andere nicht eliminiert, sondern als notwendiger Kontrahent begriffen wird. Übertragen auf die deutsche Gegenwart heißt das:
Die politische Mitte hat den Agon verloren und den Antagonismus kultiviert. Sie spricht von Demokratie, aber meint ein Machtkartell, das sich gegen jede wirkliche Alternative abschottet. Statt des Streits herrscht das Moralisieren, statt des Wettbewerbs das Etikett.
Das führt zur paradoxen Situation, dass ausgerechnet diejenigen, die sich als „Schützer der Demokratie“ verstehen, ihren pluralistischen Geist am meisten gefährden – indem sie das Feld des Politischen verengen und Opposition pathologisieren.
Die Ausgrenzung der AfD aus allen politischen Normalprozessen – von Parlamentspräsidien bis zur Medienöffentlichkeit – wird in diesem Licht zur antagonistischen Strategie: Sie verwandelt den politischen Gegner in einen moralischen Feind.
Doch eine Demokratie, die Gegner zu Feinden erklärt, sägt an ihrer eigenen Legitimität. Sie verliert das, was sie von autoritären Systemen unterscheidet: die Anerkennung der Gegenseite als Teil des gemeinsamen Demos. Mouffes Idee des Agons bietet hier den Schlüssel zu einer demokratischen Erneuerung. Demokratie heißt nicht, dass alle dieselben Überzeugungen teilen, sondern dass sie einander im Rahmen gemeinsamer Regeln widersprechen dürfen. Der Gegner ist notwendig – er hält die Ordnung in Bewegung. Wer den politischen Konflikt moralisch neutralisieren will, tötet die Demokratie durch Überhitzung ihrer Tugenden.
Die Menschen in Deutschland spüren das instinktiv. Deshalb halten sie die Demokratie für wertvoll, empfinden sie aber nicht mehr als wirklich lebendig. Sie wollen kein System, das Dissens verwaltet, sondern eines, das ihn ermöglicht. Sie wollen, dass auch der Widerspruch eine Stimme hat – nicht, dass er als Gefährdung stigmatisiert wird. Der Ruf nach Demokratie ist kein Ruf nach mehr Konsens, sondern nach mehr Streit – nach einem Streit, der wieder legitim ist.
In diesem Sinne ist der Satz „unsere Demokratie“ keine Verteidigungsformel, sondern eine offensive Kampfansage an den Pluralismus. Demokratie gehört niemandem. Sie ist kein Besitz, den man gegen die anderen verteidigt, sondern ein Raum, der allen gehört, die ihn mit Argumenten betreten wollen. Wer sie wirklich bewahren will, muss sie öffnen – auch für jene, die ihre praktizierte Handhabung infrage stellen. Denn Demokratie, die den Dissens ausschließt, degeneriert zur Haltungsroutine und führt noch tiefer in die Politikverdrossenheit!
Die AfD wächst und wächst und wächst, weil diejenigen, die sich ständig auf “unsere Demokratie” berufen, einfach nicht begreifen, was sie damit eigentlich anrichten, obwohl sich eine aus dieser selbstverschuldeten “Brandmauer”-Falle befreiende Exitstrategie anbietet: Abrüstung und Entspannung! Es geht um die Rückkehr von der totalen Freund-Feindstellung inklusive Vernichtungswillen durch Parteiverbot zur wechselseitiger Akzeptanz politischer Gegnerschaft innerhalb der pluralistischen Demokratie, das auch das Prinzip eines Machtwechsel legitim beinhaltet.