Corona und der BER: Muss der Eröffnungs-Countdown platzen?!

In den letzten Wochen und Monaten haben die Berliner einiges ertragen müssen. Manche sind so schwer von den Corona-Maßnahmen gebeutelt worden, dass sie ihre wirtschaftliche Existenz verloren haben oder verlieren werden!.

Nach dem relativ entspannten Sommer steigen die Zahlen der Corona-IPositiv-Getesteten in Berlin täglich stärker an. Berlin ist als Risikogebiet eingestuft worden, was den Regierenden Bürgermeister Michael Müller dazu veranlasst hat, den Berlinern wieder härtere Einschränkungen aufzubürden. Hierzu zählte auch die Sperrstunde für die Gastronomie ab 23:00 Uhr, die das Verwaltungsgericht für die elf Kläger auch ganz schnell wieder kippte. Der die 11 Bars vertretende Rechtsanwalt Härting sagte der Berliner Zeitung: „Das Verwaltungsgericht hat dem kopflosen Maßnahmen-Stakkato einen Riegel vorgeschoben.“

Müller und sein Senat machen jedoch weiter, um – wie es heißt – gegen die rasante Ausbreitung des Coronavirus anzukämpfen. Geplant sind ab kommender Woche verschärfte Kontaktbeschränkungen. Besonders hart getroffen sind Berliner Familien und Kinder, die ihre Herbstferien eingesperrt in den virtuellen neuen Mauern ihrer Stadt verbringen müssen, weil manche Bundesländer ein Beherbergungsverbot ausgesprochen haben; die jetzt auch sukzessive kippen.

Will Müller die Ausbreitung des Corona-Virus tatsächlich übrall eindämmen  und seine Verantwortung auf allen Ebenen und Handlungsfeldern ernst nehmen? Nach der Corona-Marathonsitzung mit Merkel im Kanzleramt vergangene Woche hörte man ihn noch an die Eigenverantwortung der Bürger appellieren: „Es kommt auf jede und jeden Einzelnen an.“ Es werde gerade im privaten Bereich darauf ankommen, dass die Menschen den Ernst der Lage wieder erkennen.

Als flughafenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Abgeordnetenhaus  und Mitglied des Untersuchungsausschusses BER bin ich doch überrascht und entsetzt von der Doppelzüngigkeit des Müller-Senats: Denn der will den Flughafen BER nunmehr Ende Oktober eröffnen, obwohl er wissen müsste, dass das dort eingebaute Belüftungssystem eine echte Virenschleuder ist. Offenbar ist dem Senat das hohe Ansteckungsrisiko durch einen Covid-19-Infizierten im Flughafenterminal egal, solange er sich nicht durch eine erneute Verschiebung des Eröffnungstermins blamiert.

Zum Hintergrund: Obwohl für den Fluggastterminal und alle Nebenräume wie Büros ein System mit Frischluftzuführung und Abluftführung vorgesehen war, hat man später darauf verzichtet und ein System eingebaut, das die mit Viren und Keimen angereicherte Luft nur umwälzt. Die Gesundheit von hunderten Passagieren und Mitarbeitern ist gerade in Corona-Zeiten am BER dramatisch gefährdet.

Die technischen Grundlagen des aktuellen Gesundheitsrisikos ergeben sich aus dieser hier verlinkten Studie.

Ich frage den Regierenden Bürgermeister und seinen Senat: Wie halten Sie   es mit ihrer Eigenverantwortung? Wie können Sie den Berlinern noch in die Augen schauen, wenn sie ihnen zahlreiche Bürden auferlegen und von manchen den wirtschaftlichen Ruin verlangen, sich aber auf der anderen Seite nicht die Blöße geben und den BER mit seiner Virenschleuder in den nächsten Tagen eröffnen wollen?

KLar ist: Solange das nicht geklärt ist, darf Tegel (TXL) zwingend nicht geschlossen werden!

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