#Müllers #AfD-Bashing: Der (Sozial-) Demokratie schlichtweg unwürdig. #Müller hat (zumindest moralisch) fertig!

Die Entgleisung des RBm in Berlin, Nachname Müller, Vorname Michael, die er sich via Facebook geleistet hat, zeigt die moralische Bankrotterklärung eines Mannes und seiner Partei, der und die abgewirtschaft haben und sich soweit von den Menschen entfernt, dass sie es im Glashaus gar nicht mehr merken.

Ich weiß, wovon ich rede. Ich saß als 24-Jähriger 1990 selbst im „Roten Rathaus“ als junger Büroleiter beim Chef der Magistratskanzlei. Von den gewonnenen Kommunalwahlen im Mai 1990 bis zur ersten Gesamtberliner Wahl im Januar 1991. Eine prägende Zeit. Maximale Flexibilität bei maximaler Verantwortung. Alles neu! Und auch da hatten wir Situationen, die schwierig zu bewältigen waren. Es gibt so etwas wie Bunkermentalität, wenn die Bürger Widerstand leisteten. Das gab es einmal ganz dicke: Beim Magistratsbeschluß 27/90, der besagte, dass alle Kuturfunktionäre und Kulturschaffenden mit MfS-Belastung bis zur mittleren Ebene entlassen werden sollten. Die kamen mit Mistgabeln und stürmten den Saal der Stadtverordnetenversammlung im Rathaus. Krisensituation. Krisensitzung. Überzeugt von der Richtigkeit dessen, was wir taten – im historischen Vereinigungsprozess unserer Stadt. Ja, Bunkermentalität. Das ist ein Phänomen struktureller Natur. Der Beschluß wurde , der Druck war zu groß, zurückgenommen. Die Vernunft hat damals in dieser Situation gesiegt.

Damals war der gesellschaftliche und politische Prozeß allerdings wirklich in dem Sinne alternativlos, da er vom „Volk“ vorgegeben wurde, auch wenn es die (linke westberliner) politische Elite so eigentlich nicht wirklich wollte. Sie konnte aber nicht anders. Und tat, mußte tun, was zu tun war. Daran zerbrach denn auch die vereinigungsbedingte Mega-Magi(strats)-Senatskoalition der (für diese kurze Legislaturperiode existenten) Gesamtberliner Landesregierung: Rot-Grün unter Walter Momper mit Renate Künast im Westteil, und SPD-CDU im Ostteil. Ich hatte das Glück, einen verantwortungsethisch motivierten – ideologisch unverdächtigen bzw. geheilten – Chef mit klaren Kompaß zu haben. Was wir taten, war richtig.

Was aber heute abgeht, ist es nicht. Es ist gegen das Volk und die Menschen. Ökonomisch und gesellschaftspolitisch. Und die Menschen fangen an, sich zu wehren. Und die, die das konstruktiv in den parlamentarischen Prozeß kanalisieren will, damit eben die Straße gerade nicht – wie erste Zeichen in Bautzen erkennen lassen – das Ruder übernimmt und wir dann Verhältnisse wie in der 1930er Jahren bekommen, also die AfD als Partei des politischen Realimsus aus der Mitte der Gesellschaft, wird verunglimpft – vom Ober-Spezialdemokraten – als Nazi-Partei. Das ist dermaßen schäbig und verlogen, dass das nicht unkommentiert und unvergessen bleiben wird.

Darum wurde eine Stimme von ganz oben eingefangen, die ansonsten unerhört geblieben wäre:  Willy Brandt greift in den Berliner Wahlkampf ein.

 

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