Eigene Beiträge und Texte

Auf dem Weg in die „Dritte Republik“- Überlegungen zur Ära einer radikalen Bürgerunion.

In Richtung des 4. September, dem Jahrestag, an dem Angela Merkel die deutschen Tore der ganzen Welt aufstieß, war intensiver darüber nachzudenken, was gerade mit uns geschieht. Wir befinden uns in einem epochalen Umbruch: Auf dem Weg in die „Dritte Republik“:

„Die Zeitenwende, von der eingangs die Rede war, besteht in der Kristallisation eben dieses Satzes aus der Sommerpressekonferenz der Kanzlerin am letzten Augusttag 2015 und markiert eine neue Gewissheit, die sich Bahn bricht, aber von der noch Keiner etwas wissen will: Wir schaffen das nicht! Nicht mehr. Schmidt, Helmut, Kanzler der Spätphase der Ersten Republik und polit-intellektueller Lotse der Zweiten verkörperte noch, was man Zutrauen nennen würde, verkörperte irgendwie noch Sicherheit und Orientierung. Es galt, auch wenn nicht mehr in der Umsetzung, so doch im Über-Ich der deutschen Gesellschaft, (mit bestimmend) sein Wort.

Das ist nunmehr verstummt. Und die Gewissheiten, die wir mit ihm teilten, sind es auch. Sein spätes Reden gab schon Hinweise auf das Zerbröckeln derselben: Rettung des Euro, ja, aber nicht um jeden Preis, Immigration ja, aber wenn es die kulturell falsche ist und zu viel davon, wird das Probleme bringen. Zur tagesaktuellen Kanzlerin äußerte er sich nicht, aber jeder wusste, was er von ihr hielt.

Mit den Ablebensmomenten von Figuren wie Helmut Schmidt, Egon Bahr, Peter Scholl-Latour u.a. ist den Deutschen etwas abhandengekommen: Glaubwürdigkeit in das eigene Können, das eigene Land und, entscheidend: in die eigene Führung, und damit auch Glaubwürdigkeit in die Politik, ein hohes Gut, das bereits länger bröckelt. Die Kanzlerschaft Merkels markiert diese Glaubwürdigkeitskrise, ja hat sie heraufbeschworen: Durch (Rechts-)Brüche und Brüche gegen die Tradition:

Zerbrochen die Gewissheit und das Verspechen, dass der €uro eine harte Währung sei, indem die Maastrichter Währungsunion  von einem auf den anderen Tag zur Transferunion wurde – und die Vergemeinschaftung deutschen Wohlstands in die plötzlich von oben gewollte europäische Sozialunion auf der Tagesordnung steht. Zerbrochen die Gewissheit, dass Politik der Gesellschaft planbare Rahmenbedingungen schafft, durch die ra(s)tlose Energiewende, die zu einer Klimarettungspolitik moralisch über-stilisiert wurde; Zerbrochen die Gewissheit, dass unser soziales Gesellschaftsgefüge nachhaltig trägt, durch das grenzenlose Öffnen der Tore für die ganze weite Welt der Migration: Denn sozialer Wohlfahrtsstaat und offene Grenzen sind unvereinbar.

Mit dem hier konstatierten gefühlten Ende der Zweiten Republik in der symbolischen Markierung einer Ära „Nach Schmidt, Helmut“ lässt sich beobachten, dass und wie das Parteiensystem als Kondensator repräsentativer Führung erodiert, das die erste und diese zweite Republik noch getragen hat. Für die dritte, in die wir Dank Merkels Selbstermächtigungsakt vom 4. September 2015 plan- und bewusstlos schlittern, ist es nicht mehr stabil genug. Es ist zwar noch nicht klar, was die tragenden Elemente dieser latent sich entwickelnden „Dritten Republik“ am Ende sein werden, übrigens ganz in Parallelität zu Frankreich: Jenseits des Rheins würde das Epochenphänomen wohl als Übergang von der offiziellen V. in die VI. Republik gefasst. Die Zäsur ist, im engeren politischen Raum, allerdings schon jetzt manifest und sichtbar mit dem Aufstieg der Alterative für Deutschland verbunden:…“

Weiterlesen: Auf dem Weg in die ‚Dritte Republik“

 

Warum die AfD nicht scheitern darf!

Im Mai 2013 habe ich mir Gedanken über ein gesellschaftspolitisches Leitbild für die AfD und ihre mögliche Ausrichtung gemacht:

„Der Antritt der Alternative für Deutschland als Partei und ihr Auftritt auf der politischen
Bühne, nachdem sie nicht mehr nur Bewegung als „WA2013“ sein wollte, ist die Kraft, die
jenseits ideologischer Scheuklappen den Resetknopf bedienen kann. Mit ihrem
ökonomischen Grundverständnis ist die AfD am ehesten in der Lage, gesellschaftspolitisch
nachzuvollziehen, was die Eigentumsökonomik an neuem Denken für den „politischen
Überbau“ bereitstellt. Das 20%-Potenzial aus der leistenden Mitte der Gesellschaft ist ja
nicht einfach verschwunden, sondern latent harrend, dass da Jemand komme…“

Weiterlesen: Reset und Neustart

 

2 Jahre AfD – eine Momentaufnahme

„Nicht die AfD ist der Skandal, sondern dass die Altparteienkoalitionen so wirkten, dass es ein lebhaftes Bedürfnis nach ihr gibt: Eine klare Grundhaltung gegen die postnationale Überwindung Deutschlands in einer zentralistischen EU. Da grenzt es doch, ihre genannten psychopolitischen Entstehungsbedingungen im Innen und Außen
zugrunde gelegt, an ein wahres Wunder, dass es die AfD bis hierher geschafft hat. Aber auch wieder
nicht, denn die AfD ist gekommen, um zu bleiben…“

Weiterlesen: 2 Jahre Alternative für Deutschland

 

 

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