70 Jahre Luftbrücke – Lasst sie in Tempelhof landen, die “Rosinenbomber” !

Juni 1949. Berlin ist gerettet. Der Versuch Stalins, die Berliner auszuhungern, um dem “Freien Westen” die Westsektoren zu nehmen, ist gescheitert. Das haben wir dem beherzten Eingreifen der Westmächte, allen voran den USA, zu verdanken, die das vom Landweg abgeschnittene Berlin mit allem Lebensnotwendigen versorgt hatten. Der Erfolg der Luftbrücke jährt sich dieses Jahr zum 70. Jubiläum und sollte entsprechend seiner unbestreitbaren historischen Bedeutung in Berlin mit den Berlinern würdig begangen werden.

Was liegt da näher, die Rosinenbomber in Tempelhof landen zu lassen? Dieser Herausforderung hat sic nach längerer Prüfung, ob das technisch noch realisierbar wäre, der private “Förderverein Luftbrücke Berlin 70 e.V.” angenommen, nachdem ich über eine schriftliche Anfrage beim Senat klären konnte, dass es, entgegen erster Stellungnahmen des Senats, zumindest rechtlich durchaus möglich ist.

Die Landung auf dem ehemaligen Flugfeld Tempelhof wäre ein phantastisches Ereignis für Berlin und würde großartige Bilder produzieren, die die Welt bewegen. Daher hat die AfD-Fraktion im Abgeordnetenhaus einen entsprechenden Antrag eingebracht, der den Senat auffordert, alles zu tun, dieses Ereignis zu ermöglichen. In der Sache war sich die bürgerliche Opposition von AfD über FDP und CDU endlich einmal einig. Meine antragsbegründende Parlamentsrede hat deutlich gemacht, dass “diese Aktion einer der wirklich wenigen Momente werden [kann], die als Ereignis um die Welt gehen und Berlin mit seiner ganz besonderen Geschichte wieder einmal für einen kurzen Moment ins Bewusstsein der Welt rücken. Wie 1996 damals die emblematischen Bilder von Christos verhülltem Reichstag. Solche Momente sind ein Geschenk für unsere Stadt und dieses Geschenk will der Berliner Öffentlichkeit eine private Initiative von Menschen machen, die verstanden haben, welche Symbolkraft in der wohl altersbedingt letztmaligen Landung der alten Flieger in Tempelhof liegt. Darum möchten wir als Parlamentarier den Senat auffordern, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um anlässlich des “Fly-In” der historischen Luftbrückenflugzeuge Mitte Juni 2019 eine Landung der “Rosinenbomber” auf dem ehemaligen Flughafen Tempelhof zu ermöglichen und damit unmittelbar an die Luftbrücke anzuschließen. Ebenso soll es den Berlinern möglich sein, bei diesem Ereignis dabei zu sein.’

Mein Schlußsatz: “Es wäre also wohl das letzte Mal, dass so ein Ereignis stattfinden könnte. Das sollte es uns als Berliner im Jahre 30 der Wiedervereinigung wert sein. Denn ohne den Erfolg der Luftbrücke vor 70 Jahren hätte es diese zumindest auf diese Weise wohl nicht gegeben. Ich denke, Ernst Reuther und Willy Brandt hätte es gefallen!” zeigt die Symbolkraft für Berlin, wenn sich das offizielle Berlin dieses Ereignisses noch annehmen sollte. Der Einwand der grün-roten Linkskoalition, es wäre ja noch gar kein entsprechender Antrag auf Sondererlaubnis zur Landung bei der Oberen Luftfahrtbehörde gestellt, ist reine Makulatur. Er wurde gestellt. Ich bin sicher, den Berlinern würde es gefallen, die positive Öffentlichkeit dafür ist zumindest vorhanden.

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