Bushido und die AfD – was ist da los? Eine Intervention

Der Rapper Bushido äußerte sich öffentlich, dass er AfD-Wähler sei. Die Presse hat das medial aufgegriffen. Und der Berliner AfD Landesverband dann auch. Warum?

Wollten die Medien Bushido gegen Boateng in Stellung und damit die AfD in eine medial herbeigezauberte Zwickmühle bringen, frei nach dem Motto, die AfD müsse definieren, wer der gute Nachbar ist? Und damit den einen gegen den anderen auf Kosten der AfD ausspielen? Der eine, mit arabischen Wurzeln, Kleinkrimineller mit Promibonus sei ein guter, der andere, mit afrikanischen Wurzeln, Fußball-Nationalspieler, ebenfalls mit Promibonus, ein schlechter Nachbar?

Wofür steht Bushido? Offensichtlich für alles, wogegen die AfD steht. Die AfD ist Rechtsstaatspartei und lehnt Kriminalität, und zwar im Sinne der Null-Toleranz grundsätzlich ab. Die AfD lehnt Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung – im persönlichen, wie im politischen Bereich, ab, Bushido feiert sie in seinen Texten in einer Form, die abstößt. Insbesondere gesangliche Gewaltorgien gegen Frauen und gegen Schwule sind ein NoGo. Bushido ist – zumindest offiziell in seinen Texten – homophob, die AfD ist es – offiziell und inoffiziell – nicht!  Soweit müsste doch eigentlich alles klar sein.

Aber ist es das? Wie kann es sein, dass Bushido von der Promi-Elite Deutschlands ausgerechnet den Integrations-Bambi und damit diejenige Anerkennung bekommt, die ihm aufgrund seiner kommerzialisierten Hasstiraden gegen jene Gesellschaft von ihr tatsächlich verweigert werden müsste? Was ist das für eine Doppelmoral? Wer seine Texte anschaut, muss erkennen, dass er ein gesellschaftliches Gegeneinander in unserem Lande propagiert, das Keiner gutheißen kann.

Bushidos angesagte Provokation, AfD zu wählen, ist jetzt der richtige Anlass, genau diesen Widerspruch zum Thema zu machen. Wie bigott ist eine Elite, wenn sie Leute ehrt, die ihre Werte – medial als Kunst verpackt – mit Füßen tritt? Soll da die „Unterwerfung“ schleichend im Glamour-Licht vorbereitet werden, vor der die AfD warnt? Welche Koalitionen sind es, die derartige „unheilige Allianzen“ schmieden, die der normale Bürger auf der Straße nicht mehr versteht? Hat deswegen Angela Merkel, die Deutschen auf die Zukunft vorbereitend, im Juni 2011 schon festgestellt, wir hätten „jugendliche Migrantengewalt zu akzeptieren?“

Ist das die festliche Gala-Begleitung der gewollten Willkommenskultur im Sinne einer neuen Unterwerfungskultur?

Leider ist aber die derzeitige Öffentlichkeitsarbeit der AfD-Gegner dermaßen heftig und skurril, dass der AfD dafür nur die Satire bleibt, die dann leider auch mal missverstanden werden kann.

Es sind die großen Themen, die hier wegpersonalisiert werden sollen! Es geht um Islamisierung und illegale Massenmigration. Dagegen steht die AfD. Und das ist das, was die Leute auch verstehen. Die Altparteien, zusammen mit den Medien, wollen dieses Verständnis torpedieren.

Auch die Agitation der Frankfurter Sonntagszeitung (FAS) in Sachen Boateng sollte die AfD politisch mundtot machen: Im Rahmen der Fußball-Europameisterschaft könnte ja mal die Frage auftauchen, warum unserer deutschen Nationalmannschaft das „National“ genommen wurde, sie zur bloßen „Mannschaft“ geschrumpft ist und die ansonsten sichtbaren Nationalfarben schwarz-rot-gold bei den Trikots abhanden gekommen sind? Das ist der eigentliche Skandal, von dem abgelenkt werden soll, der thematisch unter den Tisch fallen soll.

Nein: Die AfD heißt Bushido bzw. das, wofür er medial steht, und diejenigen Fans, die ihn vielleicht genau deswegen mögen, nicht willkommen! Und wir bleiben, wofür die Wähler uns ihr Vertrauen schenken: Die Partei des politischen Realismus aus der Mitte der Gesellschaft, unbequem. echt. mutig.

Und wenn er uns persönlich wirklich wählen sollte, dann wohl nur aus der Einsicht, dass diese Gesellschaft, die ihm seinen Aufstieg in Freiheit und Toleranz ermöglicht hat, schützens- und verteidigenswert ist, denn dazu und dafür steht die AfD.

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